Coronavirus: Zahl der Todesopfer in Italien steigt wieder

In Italien wächst wieder die Zahl der Coronavirus-Todesopfer. Für ein 24-Stunden-Fenster wurden am Donnerstag 262 Tote gemeldet.

Am Vortag waren es 195 gewesen. Die Zahl der Gestorbenen stieg seit Beginn der Pandemie in Italien am 20. Februar auf insgesamt 31.368, jene der aktiv Infizierten fiel in 24 Stunden von 78.457 auf 76.440, teilte der italienische Zivilschutz mit.

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11.453 Covid-19-Erkrankte lagen noch in Italiens Spitälern. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen sank auf 855. In Heimisolation waren noch 64.132 Personen. Die Zahl der Genesenen stieg auf 115.288.

In der Lombardei, dem Epizentrum des Coronavirus-Ausbruchs in Italien, wurden innerhalb von 24 Stunden 111 Tote gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der dort Verstorbenen auf 15.296. Die Zahl der aktuell Infizierten lag in der gesamten Region bei 29.956. Die Zahl der Covid-19-Kranken in der lombardischen Spitälern sank unter die 5.000-Schwelle auf 4.818. 297 davon lagen auf Intensivstationen.

Erwartet wird am Montag eine weitere Lockerung der Maßnahmen mit dem Neustart von Kleinhandel, Gastronomie und Tourismus.

Während in Italien der Druck für mehr interregionale Bewegungsfreiheit wächst, drückt das wissenschaftliche Komitee (CTS), das die Regierung im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie berät, auf die Bremse. Zwei Wochen nach Ende des Lockdowns sei es wichtig, den Reproduktionsfaktor unter 1 zu halten.

„Wir müssen sehr umsichtig sein, damit die Rückkehr zur vollkommenen Normalität weiterhin Schritt für Schritt erfolgen kann. In anderen Ländern hat eine zu schnelle Lockerung der Maßnahmen zu einer Steigerung des Reproduktionsfaktors auf über 1 geführt“, berichtete Agostino Miozzo, Koordinator des CTS. Derzeit liegt der Reproduktionsfaktor in Italien je nach Region zwischen 0,5 und 0,75.

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