Countdown zum „Nachzipf“: Trinken als Lernturbo

Ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, erhöht die Geschwindigkeit, die Merkspanne und sogar den Arbeitsspeicher des Gehirns

LINZ – Für tausende Schüler mit Nachprüfung wird es Zeit, sich hinter die Bücher zu klemmen – auch bei den hochsommerlichen Temperaturen. Ein Faktor, damit der Nachzipf ausgemerzt werden kann, ist, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. „Vor allem regelmäßig Trinken ist das Gebot der Stunde, um das Lern- und Leistungspotenzial voll ausschöpfen zu können“, weiß Konrad Zimmermann, Gründer und Geschäftsführer des Nachhilfeinstituts LernQuadrat. „Wie die „Rosbacher Trinkstudien“ zeigten, lässt sich durch vermehrten Flüssigkeitskonsum der Lernerfolg unmittelbar verbessern: Zwei Liter Wasser pro Tag erhöhen die Geschwindigkeit, mit der Information im Gehirn verarbeitet werden kann, um sechs Prozent, die Merkspanne um neun Prozent und den Arbeitsspeicher des Gehirns sogar um 15 Prozent. Gerade bei Jugendlichen ist der Wasserbedarf besonders hoch. In Relation zum Körpergewicht ist ihre -oberfläche größer, der Wasseranteil an der Körpermasse höher und der Wasserstoffwechsel aktiver.

Trinken, bevor der Durst kommt

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„Trinken, bevor der Durst kommt, ist Grundbedingung für optimales Lernen“, sagt Zimmermann. Jedoch starten rund 25 Prozent der Schüler ohne Frühstück – oft auch ohne etwas zu trinken, in den Tag. Vom Vorabend bis zum Vormittag auf Getränke zu verzichten, kann zu einem Flüssigkeitsdefizit von zwei Prozent des Körpergewichts und einer Leistungsminderung von vier bis acht Prozent führen. „Wer in der ersten Tageshälfte kaum trinkt, kann das nachmittags und abends nicht immer kompensieren. Eine ausgeglichene Tageswasserbilanz ist mitentscheidend für den Erfolg der Lernbemühungen. Gut geeignet sind Wasser, Tees, verdünnte Fruchtsäfte, oder stark verdünnte Gemüsesäfte. Schlecht sind Getränke mit hohem Zuckerzusatz, künstlichen Farb- und Aromastoffen oder aufputschenden Zutaten.