Curtis Stigers: Gentleman

Mit einer Songsammlung aus eigenen Kompositionen und Fremdmaterial will der heute 54-Jährige Curtis Stigers neu durchstarten. „Ich habe mich während meines ganzen Lebens entschieden, musikalisch nicht eingesperrt zu werden“, betont der US-Amerikaner auf seiner Webseite. „Mir geht es immer um den Song, um die Story.“

Was ihn reizt, kann auf dem neuen Album „Gentleman“ ein Lied von großen Songwritern wie Nick Lowe, Tom T. Hall oder John Fulbright sein. Oder aber ein mit David Poe geschriebener Titeltrack im Bigband-Stil, oder eine edle Ballade seines Pianisten Larry Goldings („As Usual“).

Die elf nicht immer sehr aufregenden, aber makellos eleganten Pop-, Blues- und Jazz- Stücke sollen nach Stigers’ Darstellung umreißen, was es heute bedeutet, ein Gentleman zu sein. Melancholische Rückblicke und Freude über die Gegenwart gehen auf dem Album Hand in Hand. Ein zwölfter Song wurde dem zunächst nur digital erscheinenden Album noch kurzfristig angehängt — es ist zugleich der beste: „Shut-Ins“, eine Ballade über den Rückzug eines Paares ins Private, hatte Stigers erst nach den Albumsessions aufgenommen.

Dann kam die Coronakrise, und der Text passte perfekt: „Jetzt ist dieser romantische Song plötzlich viel mehr: eine Anleitung, wie man klug und gesund durch die Pandemie kommen kann“, sagt der Sänger und Saxofonist.

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