Da traut sich nicht jeder hin

ORF zeigt am Dienstag 500. Ausgabe des Kultformates „Willkommen Österreich“

Seit beinahe 14 Jahren verlässliche Gag-Lieferanten in „Willkommen Österreich“: Christoph Grissemann (l.) und Dirk Stermann.
Seit beinahe 14 Jahren verlässliche Gag-Lieferanten in „Willkommen Österreich“: Christoph Grissemann (l.) und Dirk Stermann. © ORF/Hans Leitner

Das Moderatorenduo Christoph Grissemann und Dirk Stermann bestreitet am Dienstag die 500. Ausgabe der ORF-Show „Willkommen Österreich“ (22 Uhr, ORF1).

Als Gratulanten gesellen sich Michael Niavarani, Klaus Eckel und Omar Sarsam zu den Jubilaren. Ersterer war bereits stolze sechsmal zu Gast.

Am 31. Mai 2007 ging die Show, die den Titel von der gleichnamigen, langjährigen ORF-Nachmittagssendung übernommen hatte, erstmals on air. Dass daraus so eine Erfolgsgeschichte werden würde, dachten wohl auch die Präsentatoren selbst nicht.

Die zuvor moderierten Shows hatten nie mehr als acht Folgen, erzählte Stermann der APA. Insofern sei man „nicht davon ausgegangen, dass es diesmal anders sein würde“.

Hermann Maier verweigert standhaft

Zunächst in der „Donnerstag Nacht“ beheimatet, wenden sich Grissemann und Stermann seit Herbst 2012 immer dienstags an ihre Zuschauer — mit den obligatorischen Witzen, die auch nicht voreinander halt machen, sowie illustren Studiogästen. Auf die Frage, wer der enervierendste Gast in all der Zeit gewesen sei, antwortete Stermann mit einem in die Länge gezogenen „Glööööckler“.

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Der schrille Modedesigner Harald Glööckler hat also Eindruck hinterlassen. Seine Beharrlichkeit hat wiederum Ex-Skistar Hermann Maier unter Beweis gestellt. „Er wurde schon oft eingeladen, ist aber noch nie gekommen“, so Stermann. „Er behauptet, von seinem Management nur die wichtigen Termine weitergeleitet zu bekommen.“

Wobei: Der Erfolg gibt „Willkommen Österreich“ und seinen Machern — darunter Produzent John Lueftner sowie Regisseur und Redaktionsleiter Mathias Zsutty — natürlich Recht, hat sich das Format doch eine eingeschworene Fangemeinde erkämpft.

Eine tägliche Late-Night-Show sei dennoch nie im Raum gestanden, wie Stermann betonte. Dafür sei „unser Land zu klein. Einmal die Woche ist schon ok.“ Frisch bleibe die Sendung schon alleine dadurch, dass „man nie weiß, wie es wird“. Und das fehlende Publikum in Zeiten der Coronakrise?

Vermisse er „interessanterweise weniger als erwartet“, wie der Moderator zugab. Bleibt noch die Herausforderung, jene rekordverdächtigen 1.238 Folgen des legendären „Seniorenclubs“ zu erreichen. Darauf hingewiesen, meinte Stermann nur: „Ja, das ist das einzige Ziel, das wir verfolgen.“

Gleich nach der Jubiläumsausgabe wird um 23.15 Uhr ein ernstes Thema „mit Gags und Enthusiasmus“ angegangen: Stermann und Grissemann präsentieren mit „Willkommen Darmstadt“ eine Sonderausgabe zum Thema Darmkrebsvorsorge.

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