„Dafür brauchen Festspiele 14 Tage“

Lange Nacht der Bühnen in Linz: Ein Eintrittsband — 121 Veranstaltungen

Ermäßigten Eintritt gibt's beispielsweise bei „jedermann (stirbt)“ in den Kammerspielen.
Ermäßigten Eintritt gibt's beispielsweise bei „jedermann (stirbt)“ in den Kammerspielen. © Herwig Prammer

Das Linzer Schauspielhaus wird zur Drehscheibe der Langen Nacht der Bühnen, die an verschiedenen Standorten stattfindet. Die Veranstaltung geht heuer am 16. November zum neunten Mal in Linz in Szene. Um 14.30 Uhr startet das Programm für junges Publikum u. a. in Kuddelmuddel, Landestheater, Theater des Kindes, Brucknerhaus, Theater Maestro und Bruckneruni. Ab 17 Uhr geht es für die Erwachsenen los. Beendet wird das Programm — erstmals im Schauspielhaus — mit der traditionellen Late-Night-Impro- show.

Insgesamt können Interessierte mit einem einzigen Einlassband um 12 Euro an 31 Bühnen 121 Veranstaltungen mit 586 Künstlern mit OÖ-Bezug genießen. „So viele wie noch nie“, betont Leiter Alfred Rauch und ergänzt: „Dafür brauchen Festspiele 14 Tage“. Rund 12.000 Besucher waren im Vorjahr dabei. Das Event ist mit 53.000 Euro budgetiert.

So bietet beispielsweise „Le Sacre du printemps“ (17 Uhr) im Musiktheater die Gelegenheit, die Neuinterpretation durch Ballettdirektorin Mei Hong Lin und Tanzlin.z zu sehen, es dirigiert Markus Poschner. Ein Tanz-Schwerpunkt liegt außerdem im Lentos Kunstmuseum. Erstmals ist die Oö. Landesgalerie als Spielstätte mit von der Partie. Die Tanzclub Company der RedSapata Tanzfabrik unter der Leitung von Ilona Roth tanzt sich durch die Ausstellungsräume von „La Bohéme. Toulouse-Lautrec und die Meister vom Montmartre“ bis zu „Klasse Kunst“. In den Kammerspielen liest Landestheater-Intendant Hermann Schneider zum Thema „Bekenntnisse“ (19.30 Uhr), dem diesjährigen Spielzeitmotto des Landestheaters. Zu hören sind u. a. Werke von Augustinus, Thomas de Quincey und Thomas Mann. Im Brucknerhaus lockt „Messa da Requiem“ von Verdi (19.30 Uhr). Das Theater Phönix zeigt u. a. erste Eindrücke aus den Proben zum Friedrich-Schiller-Projekt „Schiller. Aufruhr und Empörung“ von Georg Schmiedleitner. Ein umfangreiches Programm bietet das Ars Electronica Center, es reicht vom Stelzhamerbund mit einem Poetry-Slam über „Alles Wagner“ mit David Wagner bis hin zum Kabarett mit Gerlinde und Werner Rohrhofer oder zu dem abschließenden Urban-Dance-Late-Night-Battle im Deep Space. In der Arbeiterkammer gibt’s u. a. Musikkabarett mit Rudi Habringer.

„Das wurmt …!“

Neu: Das Offene Kulturhaus (OK) ist mit „Rope“, ein überdimensionales Kunstobjekt aus der Sinnesrausch-Ausstellung, dabei. Christine Maria Krenn wird es als Ausgangspunkt für ihr interaktives Projekt „Das wurmt …!“ benützen. Das Projekt soll auch danach bestehen bleiben und die Linzer Kultureinrichtungen verbinden.

Das Theater des Kindes bringt „Ein Freund für immer“ (16 Uhr), im Gastspiel „WOLF!“ (18 Uhr) geht es dann um Lüge oder Wahrheit. Im Kuddelmuddel steht u. a. „Der süße Brei“ (Monika Dürrhammer, ab 2 Jahren, 15.30 Uhr) auf dem Plan. Im Cinematograph gelangt „TABU“ (18.30 Uhr) zur Aufführung. ast

Einlassbänder können u. a. im Schauspielhaus gekauft werden; Bei manchen Veranstaltungen ist ein geringer Aufpreis zu entrichten.

Infos: www.langenachtderbuehnen.at, Tel. 0732/602355

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