Dank Salzburg winkt Österreich CL-Fixplatz 2020

Österreichs Chancen auf einen Fixplatz in der Fußball-Champions-League-Gruppenphase haben sich am Donnerstag deutlich erhöht. Durch den 4:0-Sieg von Red Bull Salzburg im Europa-League-Sechzehntelfinale über Brügge überholte die heimische Liga die Niederlande und liegt damit in der für die Vergabe der Europacup-Startplätze maßgeblichen UEFA-Fünfjahreswertung an der elften Stelle.

Sollte diese Platzierung bis Sommer gehalten werden, wäre Österreichs Meister der Spielzeit 2019/20 fix im Hauptbewerb der Königsklasse, sofern sich der Champions-League-Sieger in der Saison 2019/20 über die nationale Meisterschaft für die Eliteliga qualifiziert. Dieses Szenario gilt auch schon für die laufende Saison.

Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund freute sich über die “schöne Momentaufnahme” in der UEFA-Fünfjahreswertung. “Das ist eine schöne Bestätigung für den österreichischen Fußball”, sagte der Salzburger. “Wir haben natürlich einen großen Anteil daran. Es wäre schön, wenn dieses Ranking auch in Zukunft so aussehen würde.”

Zudem hofft Freund, dass im Sog der Bullen in naher Zukunft auch andere heimische Clubs noch mehr internationale Erfolge feiern. Insofern seien auch die Startplätze wichtig. “Es ist spannend, wenn der österreichische Meister einen fixen Startplatz in der Champions League hätte”, sagte Freund. Bei Platz elf im Länderranking gilt das nur, wenn sich der Gewinner der Königsklasse über die nationale Liga für die Folgesaison qualifiziert – ein Szenario, das laut Freund zumindest öfter eintrete als nicht.

Die Niederländer sind nur noch mit einem Club im Europacup dabei. Ajax Amsterdam verlor das Achtelfinal-Hinspiel vor eigenem Publikum gegen Real Madrid mit 1:2. Sollte Ajax das Retourmatch in Spanien nicht gewinnen, würde Österreich nicht mehr hinter die “Oranjes” zurückfallen. Und selbst bei einer Sensation im Estadio Bernabeu könnte Salzburg mit weiteren Europa-League-Erfolgen Ajax in Schach halten.

Theoretische Gefahr von hinten droht Österreich noch durch Tschechien. Allerdings müsste der letzte verbliebene Vertreter Slavia Prag wohl schon die Europa League gewinnen, um die rot-weiß-rote Liga noch hinter sich zu lassen.