Das Bundesheer ist 2020 pleite

Verteidigungsminister Starlinger will bis Mitte September Zustandsbericht

Das Bundesheer steht im kommenden Jahr vor der Pleite, wenn sich nichts ändert, erklärte gestern Verteidigungsminister Thomas Starlinger. 2020 würden die Betriebs- und Personalkosten die vorhandenen Mittel übersteigen.

Die Folge sei ein „kompletter Stillstand“. Die Fahrzeuge könnten dann nicht mehr betrieben werden, es wird nicht ausgebildet. „Wir können die Strom- und Wasserrechnung nicht mehr zahlen.“ Es sind laut Starlinger drei Mrd. Euro zusätzlich erforderlich. Er kündigte die Erstellung eines Zustandsberichtes bis Mitte September an. Starlinger zeigte sich aber guter Dinge, dieses Szenario noch abwenden zu können.

Starlinger bekräftigte, dass er keine politischen Entscheidungen treffen werde, also weder zum Hubschrauber-Kauf noch zur Nachfolge der Saab 105 konkrete Schritte setzen werde. Er werde lediglich für die kommende Regierung alle notwendigen Vorbereitungen einleiten. Starlinger begründete seinen Standpunkt nicht nur damit, dass die Übergangsregierung nicht legitimiert sei, politische Entscheidungen zu treffen, sondern auch damit, dass er „fahrlässige Krida begehen würde, wenn ich einen Vertrag unterzeichne ohne die nötigten Mittel zu haben“.

Dass angesichts der drohenden Pleite bei den Auslandseinsätzen gespart wird, erklärte Starlinger damit, dass es sich hier um variable Kosten handle, die man am leichtesten streichen kann.

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