Das Duell Tour-Helden gegen „Ausgeruhte“

Radsport: Wie frisch sind die Beine von Triumphator Pogacar und ÖRV-Ass Konrad?

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CYCLING-FRA-TDF2021-STAGE16 © AFP/Poujoulat

Nur sechs Tage nach dem Ende der Tour de France geht es in Tokio um den nächsten prestigeträchtigen Sieg im Radsport. Das Straßenrennen der Herren (4.00 Uhr MESZ/live ORF 1) ist die erste Medaillen-Entscheidung mit rot-weiß-roter Beteiligung und verspricht eine Angelegenheit für die Berg-Asse zu werden.

Die Strecke: Der Olympia-Kurs führt aus einem Vorort von Tokio über mehrere Pässe zum Fuji-Speedway. Auf 234 Kilometern sind fast 5000 Höhenmeter zu bewältigen. Die Schlüsselstelle im Kampf um Edelmetall ist der fünf km lange Anstieg auf den Mikunipass mit einer durchschnittlichen Steigung von 11,5 Prozent rund 30 Kilometer vor dem Ziel. Da wird sich die Spreu vom Weizen trennen“, erklärte Ex-Profi Thomas Rohregger, der die Strecke mitgeplant hat.

Die Favoriten: Hier heißt es „Tour-Helden gegen Ausgeruhte“. Erstere werden vom slowenischen Tour-König Tadej Pogacar und den belgischen Alleskönner Wout van Aert angeführt. Dazu sollte man auch Nairo Quintana (COL) und Emmanuel Buchmann auf der Rechnung haben. In die Kategorie „Frische Beine“ fallen dagegen der belgische Jungstar Remco Evenepoel (21), der deutsche Kapitän Maximilian Schachmann und mit Abstrichen der slowenische Ex-Skispringer Primoz Roglic, der in Frankreich nach einem Sturz vorzeitig abstieg.

„Konrad muss mit Gruppe mitkommen“

Die Österreicher: Auch im ÖRV-Team gibt es mit Patrick Konrad einen, der direkt von der Tour nach Japan flog und mit Hermann Pernsteiner und Gregor Mühlberger zwei die sich gezielt auf Olympia vorbereiten konnten. „Der Kurs ist gut für mich, er liegt mir. Ich bin voll motiviert und habe 2019 bewiesen, dass ich eine Woche nach der Tour in super Form sein kann, da bin ich in San Sebastian um den Sieg mitgefahren und Sechster geworden“, erklärte Tour-Etappensieger Konrad. Der Staatsmeister ist die größte ÖRV-Hoffnung auf einen Topplatz. „Er muss mit der Gruppe mitkommen, und dann hat er im Sprint super Möglichkeiten“, betonte auch Ex-Profi Rohregger. Das Ziel sei ganz klar, dass am Ende einer aus dem rot-weiß-roten Trio ganz vorne dabei ist, meinte Mühlberger.

Die Medaillengewinner 2016: Auch das Trio Greg Van Avermaet (BEL/Gold), Jakob Fuglsang (DEN/Silber) Rafal Majkal (POL/Bronze) hat die Tour de France (mit mäßigem Erfolg) hinter sich. Fuglsang gab sogar als erster Fahrer überhaupt am Morgen vor der Fahrt nach Paris auf, weil er sich krank fühlte. Eine erneute Fahrt auf das Podium wäre bei allen Dreien eine große Überraschung.

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