Das Feuerwehrauto der Zukunft

Ars Electronica Festival zeigt „Concept Fire Truck“

Strotzend vor Technologie und vielleicht auch nicht mehr in Rot? So könnte das Feuerwehrauto der Zukunft aussehen.
Strotzend vor Technologie und vielleicht auch nicht mehr in Rot? So könnte das Feuerwehrauto der Zukunft aussehen. © Ars Electronica/R. Bauernhansl

Gelb, grau, weiß, 18 Tonnen Gesamtgewicht, mit sieben Metern Länge und 2,35 Metern Breite extrem kompakt, ein Wendekreis von nur zwölf Metern, Elektroantrieb, 1200 Liter Wasser an Board, eine Kommunikationszentrale im Inneren — ohne Trennung zwischen Kommandant und Crew, strotzend vor Technologie, Raupengefährte und Drohnen beherbergend und wie ein Schwarm vom Auto aus steuerbar, Lichtanlagen, die 20-mal mehr Licht geben, als die üblichen Lichtmasten … sieht so das Feuerwehrauto der Zukunft aus? Ja, das ist realistisch und der sogenannte „Concept Fire Truck“ kann bereits unter die Lupe genommen werden — vom 6. bis 10. September beim Ars Electronica Festival in der Post City in Linz. Dieses trägt das Thema „Error“ und soll einen Brückenschlag von Kunst und Technologie zum Alltag der Bürger ermöglichen. Mit der Frage „Was ist, wenn Dinge schief gehen?“ eine Verbindung zu Hilfseinsätzen herzustellen, sei für Ars-Electronica-Leiter Gerfried Stocker somit ein „Muss“. Wie kann also die Zukunft des Helfens aussehen? Damit beschäftigt sich auch der Feuerwehrausrüster Rosenbauer. Seit 2012 arbeitet der Leondinger Konzern in Kooperation mit dem AEC Futurelab an der Konzeptstudie zum Gefährt und zur Zukunft der Feuerwehr. Der Truck verfüge laut Michael Friedmann (Rosenbauer) über eine „vollkommen neue Fahrzeugarchitektur“. Man arbeite an der Serienumsetzung, aber bis er tatsächlich zum Einsatz komme, werde es noch „ein paar Jahre dauern“.

Gemeinsam mit dem Futurelab werde weiters an der Schwarmsteuerung für Drohnen und andere unbemannte Objekte geforscht. „Raupen“ können etwa schweres Werkzeug transportieren. Im Hinblick auf die Demografie — und der damit auch immer älter werdenden Feuerwehrleute — sei das eine nicht unwichtige Neuerung, meinte Oö. Landes-Feuerwehrkommandant Wolfgang Kronsteiner. Eine Auswahl der heimischen Feuerwehr wird ihr Können übrigens beim „Emergency Error Battle“ in der Post City am 8. September zeigen. Gefragt ist körperliches Geschick in den früheren Postrutschen und die „Kameradschaft“ mit Maschinen.

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