Das Geisterspiel war „einfach grausam“

LASK-Trainer Valerien Ismael zog Bilanz über Duell mit ManU unter besonderen Umständen

Der LASK ist eine verschworene Einheit, daran ändert auch das 0:5 gegen Manchester United nichts. © APA/Hochmuth

Dem 44-Jährigen stieß sauer auf, dass das Spiel gegen das englische Spitzenteam als Geisterspiel durchgepeitscht worden war.

Für seine Mannschaft hatte er hingegen Lob übrig, für den Gegner sowieso. Ismael in der Pressekonferenz über …

… sein Resümee des Spiels: „Wir haben eine halbe Stunde gebraucht, um ins Spiel zu kommen, die letzte Viertelstunde in der ersten Halbzeit war gut, da sind wir mutiger geworden . Die zweite Halbzeit war richtig gut, da hatten wir unsere stärkste Phase. Genau da haben wir das 0:2 bekommen.“

„In unserer starken Phase hat der 12. Mann gefehlt“

… den Faktor fehlendes Publikum: „In dieser, unserer starken Phase brauchst du das Publikum, das das spürt und die Jungs nach vorne peitscht. Der 12. Mann hat einfach gefehlt.“

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… den Gegner: „Das Gefühl ist heute bei allen komisch, am Ende hat man die extreme Qualität von Manchester gesehen.

… den Unterschied zu United: „Insgesamt hat die Mannschaft an sich geglaubt, wir sind zu Chancen gekommen. Auf diesem Niveau geht es auch darum, den Ball aufs Tor zu bringen, schnelle Entscheidungen zu treffen in der Box.“

… drei Gegentore in der Schlussphase: „Das ist ein Lernprozess für uns, auf diesem Niveau darfst du nicht zu früh abschalten, das haben wir gemacht.“

„So wollen wir den Fußball nicht sehen“

… die gedrückte Stimmung: „Es sind viele Fakten auf dem Tisch, die uns die Freude genommen haben, wir hätten gerne ein anderes Ergebnis erzielt. Aber mit verletzten Spielern und gesperrten Spielern und ohne Zuschauer. Das war zu viel für uns.“

… ob er eine Absage befürwortet hätte: „Diese Frage müssen wir in den Raum stellen. Das ist nicht, was wir sehen wollen, wir müssen die letzte Konsequenz haben und hinterfragen, ob das der Sinn des Fußballs oder des Sports generell ist? Der Sport lebt von Emotion, von Freude, von Traurigkeit. Man braucht die Emotion, das hat man deutlich gemerkt — es war grausam, einfach grausam heute. So wollen wir den Fußball nicht sehen.“

„Eine noch nie erlebte Extremsituation“

… die Vorbereitung auf dieses Geisterspiel: „Das war extrem schwierig, wir haben uns sehr gefreut auf das Spiel, aber es sind natürlich Nachrichten gekommen, das Tempo ist immer höher geworden, auch am Spieltag noch. Da war sogar von einer Absage die Rede.“

… sein Lob an die Mannschaft: „Wir haben alle Familie, Kinder, machen uns Gedanken, was los ist. Eine Extremsituation, wie ich es noch nie erlebt habe, deshalb Kompliment an die Mannschaft, wie sie es geschafft hat, einen gewissen Fokus zu haben.“

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