„Das gibt mir Selbstvertrauen“

Rad-Profi Felix Großschartner hat nach seiner Top-Performance in Spanien viel vor

Felix Großschartner ist ein Wettkampftyp, ein „Schnauzer“ ist sein Markenzeichen.
Felix Großschartner ist ein Wettkampftyp, ein „Schnauzer“ ist sein Markenzeichen. © Bora/Bettiniphoto

Der neunte Platz bei der Vuelta, das erste Top-10-Ergebnis eines Oberösterreichers bei einer der drei großen Landes-Rundfahrten (Tour de France, Giro, Vuelta), soll für Felix Großschartner nicht das Ende der Fahnenstange sein, wie er im Gespräch mit dem VOLKSBLATT erklärte.

Der 26-Jährige über …

… sein Abschneiden bei der Vuelta:

„Es gibt mir richtig Selbstvertrauen, dass ich weiß, dass ich bei großen Rundfahrten über drei Wochen richtig gut fahren kann. Wenn ich in den nächsten zwei, drei Jahren gesund bleib und gut arbeite, warum sollt ich da nicht den Sprung schaffen, auch um das Podest mitzukämpfen. Aber step by step.“ (lacht)

… die Feier nach der Tour:

„Wir haben zusammen gut gegessen, ein Bier getrunken. Die großen Sponsorevents sind natürlich ausgefallen.“


… die Wichtigkeit von Rennen in Corona-Zeiten:

„Ich denke, wir können uns glücklich schätzen, dass das mit der Bubble so gut funktioniert. Es war wichtig, das durchzuziehen, auch für nächstes Jahr. Es ist ja doch unsere Existenz, die auf dem Spiel steht.“

… seinen Schnurrbart:

„Wir haben das im Februar alle im Team probiert. Ich bin der einzige, der es durchgezogen hat. Ich finde es witzig und die Freundin hat sich auch dran gewöhnt (lacht).“

… die Pläne für 2021:

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„Das haben wir noch nicht besprochen, das werden wir im Dezember machen. Im Frühjahr an der Algarve reinstarten, Paris – Nizza und ich möchte eigentlich schon die Tour (de France/Anm) fahren, vielleicht den Giro. Jedenfalls wieder zwei wie heuer, das war nicht so schlecht. Und ich möchte eine einwöchige Rundfahrt gewinnen.“

… das Team Bora (Vertrag bis 2022):

„Wir haben super Material, super Trainer, das Team hat immer an mich geglaubt. Von der Logistik ist es mit Bayern sehr einfach. Ich bin eineinhalb Stunden entfernt vom Servicebus. Ich bin am richtigen Platz.“

… die Entwicklung im heimischen Radsport:

„Es ging in den letzten Jahren immer nach oben. Aber dass drei Österreicher (Konrad, Pernsteiner beim Giro/Anm.) in einem Jahr in die Top 10 bei den großen Rundfahrten gekommen sind, das war schon ein Ausrufezeichen, megacool. Ich glaube, wir können in den nächsten Jahren noch große Erfolge einfahren. Das wäre schön.“

Von Tobias Hörtenhuber

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