Das große Comeback des Kerngebiets

Neuntes Rekordergebnis in Folge für die Oberbank – Wirtschaftslage in Österreich weiterhin gut

Oberbank-Generaldirektor Franz Gasselsberger: „Im Kreditgeschäft sind wir als Bank eine Macht.“
Oberbank-Generaldirektor Franz Gasselsberger: „Im Kreditgeschäft sind wir als Bank eine Macht.“ © Haslinger

Oberbank-Generaldirektor Franz Gasselsberger zeichnete ein positives Bild von der aktuellen Wirtschaftslage. „Die Stimmung ist bei Unternehmen wie Privatpersonene gut. Das merken wir vor allem bei der Kreditnachfrage“, sagte er am Dienstag bei der Präsentation der Halbjahreszahlen. Die ungewöhnlich lange Aufschwungphase sehe er positiv, allerdings drohe auch die Gefahr der Überhitzung; teilweise sei dies bei den gestiegenen Rohstoffpreisen schon sichtbar. Ein Ende der Niedrigzinsphase sieht Gasselsberger noch nicht. „Diese wird uns mindestens bis Mitte nächsten Jahres erhalten bleiben.“ Die Arbeitslosenrate sei gering, allerdings verwies Gasselsberger in dem Zusammenhang auf deutsche Regionen. „In Bayern oder Baden-Württemberg, wohin wir aktuell auch expandieren, ist die Arbeitslosenrate deutlich geringer, liegt dort bei etwa zwei Prozent, während es in Österreich um die fünf Prozent sind.“ Mahnende Worte fand er in diesem Zusammenhang auch für die Politik, die gut beraten sei, „keine konjunkturstimulierenden Maßnahmen“ zu setzen. Vielmehr sei Sparen „das Gebot der Stunde“. Denn die größten Gefahren in Richtung Abschwung drohen laut Gasselsberger durch Protektionismus, hohe Staatsverschuldung sowie faule Kredite.

Mit Letzteren habe die Oberbank allerdings keine Probleme: Bei aushaftenden Krediten in Höhe von 15,6 Milliarden Euro betrage das Volumen der Risikokredite lediglich fünf Millionen Euro. „Selbst für Oberbank-Verhältnisse ein niedriger Wert.“

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Vom Geschäft her gesehen, habe es „ein Comeback des Kerngebiets“ gegeben. Will heißen: Die Oberbank verdankte ihr neuntes Rekordergebnis in Folge zum Gutteil dem wirtschaftlichen Erfolg in Oberösterreich und Salzburg. So sei der Trend zum Eigenheim und zur Vorsorgewohnung ungebrochen.

Sein Institut werde jedenfalls weiter expandieren. Bis Jahresende sollen es 170 Filialen sein, bis 2020 dann 185.

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