Das große Wettsingen beginnt

64. Eurovision Song Contest in Tel Aviv: Heute Abend steigt das erste Halbfinale

Zyperns Wettbewerbsbeitrag „Replay“ von Tamta will heute Abend in Tel Aviv mit eher härteren Beats das Publikum überzeugen.
Zyperns Wettbewerbsbeitrag „Replay“ von Tamta will heute Abend in Tel Aviv mit eher härteren Beats das Publikum überzeugen. © AFP/Jack Guez

Die ESC-Woche in der israelischen Hafenstadt Tel Aviv ist Sonntagabend mit einem Gang der Teilnehmer über einen orangenen Teppich eingeläutet worden. Der 64. Eurovision Song Contest kann also kommen. Heute Abend (14.5., um 21 Uhr auf ORF 1) startet er mit dem gewohnten bunten Mix der europäischen Musikszene.

Paenda am Donnerstag

Für Österreichs Hoffnung Paenda wird es jedoch erst am Donnerstag, beim zweiten Halbfinale, ernst: Die 31-Jährige geht dann mit Startnummer neun und ihrer Ballade „Limits“ ins Rennen um eines der Finaltickets. Die gebürtige Steirerin wird von rund 50 LED-Röhren auf der schwarzen Bühne begleitet und trägt ein schwarzes Outfit von Designerin Romana Zöchling. Die erste Tranche von 17 Kandidaten begaben sich übrigens gestern schon ins Rampenlicht der Bühne, als das Juryfinale fürs erste Halbfinale im Convention Center über die Bühne ging. Vor beinahe intimen 7500 Zuschauern durchliefen die ersten Länder einmal komplett die Show – primär für die internationalen Fachjurys, die dann ihre Punkte abgaben. Das Votum der Jurys trägt 50 Prozent zum Endergebnis neben den Publikumsstimmen bei.

Zugleich diente die Aufzeichnung des Abends dann auch als Backup für heute, sollten technische Probleme eine Ausstrahlung verhindern. Ein Highlight des ersten Halbfinales ist unter anderem San Marinos Serhat, der mit 54 Jahren ältester Teilnehmer des Wettbewerbs ist. Mit Ungarns Romamusiker Joci Papai, der bereits 2017 um die ESC-Krone ritterte, ist überdies ein Wiedergänger im Feld zu erleben. Harte Beats gibt es indes von Tamta aus Zypern, der Folklorekostüme und -klänge von Tulia aus Polen gegenüberstehen.

Insgesamt treten heuer 41 Länder beim Bewerb unter dem Motto „Dare to Dream“ an. Aus beiden Halbfinalrunden steigen je zehn Länder auf und treffen im Finale am Samstag auf die fünf Großzahler Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Spanien sowie Gastgeber Israel. Buchmacher sehen heuer Holland, Schweden, Russland und Frankreich als die Favoriten.

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