„Das ist der Auftrag, den Kurs der politischen Sacharbeit fortzusetzen“

Aktuelle Meinungsumfrage der OÖVP weist hohe Zufriedenheit mit der Entwicklung Oberösterreichs und der Arbeit der Landesregierung aus

OÖVP-Geschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer schaut auf eine Umfrage, die eines auch ausweise: „Dass der Landeshauptmann das Miteinander in den Vordergrund stellt, wird von den Oberösterreichern eindeutig geschätzt.“
OÖVP-Geschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer schaut auf eine Umfrage, die eines auch ausweise: „Dass der Landeshauptmann das Miteinander in den Vordergrund stellt, wird von den Oberösterreichern eindeutig geschätzt.“ © OÖVP/Wakolbinger

Es ist ein durchaus bemerkenswerter Stimmungsbefund, den OÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer am Donnerstag vorlegte. Denn laut einer von der Volkspartei in Auftrag gegebenen und zwischen 16. Juni und 3. Juli durchgeführten Meinungsumfrage (800 Befragte) sagen — trotz Corona-Krise — 79 Prozent der Oberösterreicher, dass sich das Land in die richtige Richtung entwickelt, 87 Prozent sind mit der Arbeit eher oder sehr zufrieden und 70 Prozent sagen, dass der inhaltliche Kurs der Landesregierung fortgesetzt werden soll.

Das ist gegenüber der letzten Umfrage dieser Art aus dem Februar 2020 bei der Frage nach der Entwicklung ein weiterer Anstieg um sieben Prozentpunkte sowie bei der Zufriedenheit mit der Landesregierung und dem Beibehalten des Kurses um jeweils sechs Punkte.

Keine Stimmungstalfahrt

Ebenfalls bemerkenswert: Der Anteil jener, die glauben, dass ihr Lebensstandard gleicht bleibt, ist im Vergleich zum November 2019 von 47 auf 57 Prozent gestiegen, an ein „eher verschlechtern“ glauben nach 21 Prozent im November nun 23 Prozent. „Das ist keine markante Stimmungstalfahrt“, im Gegenteil: „Es gibt ein sehr hohes Grundvertrauen in den Standort Oberösterreich“, konstatiert Hattmannsdorfer. Und liest aus all den Daten vor allem eines heraus: „Diese Umfrage ist der Auftrag, die politische Sacharbeit fortzusetzen“.

Dass der Motor dieses Kurses LH Thomas Stelzer ist, steht für den OÖVP-Geschäftsführer außer Streit — würden doch 57 Prozent Stelzer direkt zum Landeshauptmann wählen. Für Hattmannsdorfer ist das die Antwort auf die „Charakterfrage, wem man zutraut, das Land in einer Krise zu führen“.

Stelzers Partei wird auch beim derzeit aus Sicht der Oberösterreicher drängendsten Problem — Sicherung der Arbeitsplätze und Stärkung der Wirtschaft — die mit Abstand größte Lösungskompetenz zugeschrieben: 52 Prozent sagen, sie trauen am ehesten der OÖVP diesbezüglich wirksame Maßnahmen zu, 16 Prozent sagen das von der SPÖ, elf von der FPÖ und zwei von den Grünen.

SPÖ-Stil abgestraft

Sowohl durch diese Umfrage als auch eine vor wenigen Tagen publizierte sieht Hattmannsdorfer den Kurs der SPÖ abgestraft. „Die Leute wollen das Anpatzen und den schlechten Stil nicht“, das sei aus den „überschaubaren Persönlichkeitswerten“ von SPÖ-Chefin Birgit Gerstorfer klar abzulesen.

Die SPÖ müsse sich fragen, welche Rolle sie in Oberösterreich einnehmen wolle, so wie sich „derzeit präsentiert, ist mit ihr kein Staat zu machen“, so der OÖVP-Geschäftsführer zum VOLKSBLATT.

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