„Das ist wie Kaffeesudlesen“

Basketball: Vor Saisonbeginn wissen Gmunden und Wels nicht wirklich, wo sie stehen

Neo-Center Daniel Dolenc soll für Gmunden unter dem Korb abräumen und für viele Punkte sorgen.
Neo-Center Daniel Dolenc soll für Gmunden unter dem Korb abräumen und für viele Punkte sorgen. © Swans/Kienesberger

Am kommenden Wochenende startet auch die heimische bet-at-home Basketball-Superliga in ihre „Corona-Saison“.

Die Swans Gmunden beginnen am Sonntag (17) gegen die Klosterneuburg Dukes, die Flyers Wels eröffnen die Spielzeit bereits am Samstag (17.30) gegen die Traiskirchen Lions.

Die Vorfreude ist beim OÖ-Duo ist groß, die Fragezeichen aber auch.

Kader: Auffällig, dass die Swans Gmunden erstmals in diesem Jahrtausend ohne US-Amerikaner auflaufen und als einziges Team der Liga nur mit einem Legionär starten. Neo-Center Daniel Dolenc stammt wie Headcoach Anton Mirolybov aus Finnland. Ein zweiter Legionär könnte im Laufe der Saison dazukommen, da die Spitze sehr dünn besetzt ist — viel darf Enis Murati, Daniel Friedrich, Benjamin Güttl und Toni Blazan nicht passieren.

Auch bei den Flyers gab es einen Umbruch, weil mit Urgestein Thomas Csebits keine Einigung gelang, wird noch ein Guard gesucht. Mit Tomas Rimsa (LAT), Christian von Fintel (D) und Jan Razdevsek (SLO) stehen drei neue Legionäre im Kader, Jarvis Ray (USA) konnte gehalten werden.

„Die Richtung stimmt“

Vorbereitung: Beide Teams testeten nicht gegen Ligakonkurrenten, verloren im letzten Match jeweils gegen Nürnberg (2. dt. Liga). „Das letzte Spiel war unser bestes, die Richtung stimmt“, meinte Swans-Geschäftsführer Richard Poiger, der vor allem die Entwicklung von Eigenbauspieler Mateo Hofinger (19) lobte.

Wels-Obmann Michael Dittrich zeigte sich von den letzten Leistungen seines seiner Mannschaft begeistert: „Sehr erfrischend, die Intensität ist viel höher, als sie schon einmal war.“

Saisonziele: „Die Saison durchspielen“, schmunzelte Poiger. „Das ist wie Kaffeesudlesen“, meinte Dittrich. Aufgrund der Corona-Pandemie und den vielen Veränderungen bei den Teams wagte Letzterer gar keine Prognose, Poiger meinte zumindest: „Ich glaube, dass wir mit dem Kader, wie er jetzt ist, in den Top 4 mitspielen können.“ Für mehr brauche es sicher noch den eingangs erwähnten Neuzugang.

Dauerkarten belegen Großteil der Kapazität

Favoriten: „Alles sehr unübersichtlich bisher, aber Klosterneuburg, Oberwart und Kapfenberg werden sicher wieder vorne dabei sein“, meinte Poiger. „Wir schauen auf uns, nach der ersten Runde haben wir endlich Videos von den Gegnern“, erklärte Dittrich.

Fans: Die Swans verfügen über 750 Sitzplätze, wobei schon über 600 an Dauerkartenbesitzer vergeben sind. Karten können per Email unter Angabe der Kontaktdaten bestellt werden, auch die Abo-Besitzer müssen laut Gmundner Präventionskonzept ihr Kommen ankündigen.

Die Welser dürfen 350 Zuschauer in die Raiffeisen-Arena lassen, rund 250 Saisonkarten wurden verkauft. Tagestickets können online oder an der Abendkassa gekauft werden. Es gilt in beiden Hallen Maskenpflicht bis zum zugewiesenen Sitzplatz.

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