Das „Match“ Theater gegen Corona endete 1:0

Nepomuk-Seefestspiele mit Musik-Show eröffnet

V. l.: Mark Frankl, Anja Hrauda, Cassandra Rühmling, Cordula Feuchtner, Thomas Marchart; mittig vorne: Gloria VeitWeitere Aufführungen: 18. und 19. Juli, jeweils 20 Uhr
V. l.: Mark Frankl, Anja Hrauda, Cassandra Rühmling, Cordula Feuchtner, Thomas Marchart; mittig vorne: Gloria VeitWeitere Aufführungen: 18. und 19. Juli, jeweils 20 Uhr © mostropolis.at/didi

Regen, Kälte und vor allem Corona zu trotzen, da gehört eine Portion Mut dazu: Die Macher der „Festspiele“ auf dem sogenannten Nepomuk-See in Waldhausen im Strudengau haben diesen Mut bewiesen.

Am Donnerstagabend gab es die Premiere der neuen Musik-Show mit dem programmatischen Titel „Liebe das Leben“. Das „Match“ Theater gegen Corona endete 1: 0 für die Künstler!

„Wir wollen zeigen, wie es sich anfühlt, wenn Kunst nicht mehr schweigt und die Bühne wieder mit Leben erfüllt wird“, sagen Cordula Feuchtner und Christian Böhm, die Initiatoren dieser Festspiele in romantischer Umgebung. Dass bei der Premiere das Wetter nicht mitgespielt hat, erwies sich für den Abend nicht als Problem, das Publikum — eingehüllt in Decken und alle Corona-Auflagen beachtend — war begeistert.

Zweieinhalb Stunden lang — mit Pause — bot das Ensemble eine gelungene Mischung aus bekannten Musicalmelodien, Schlagern und anderen Ohrwürmern. Gespickt mit akrobatischen Einlagen und Kabarettnummern, aber auch ernsteren Gedanken in Zeiten wie diesen. Schien anfangs alles unter den widrigen äußeren Bedingungen zu leiden, dauerte es keine zehn Minuten und das Publikum klatschte und sang mit.

Von Highlights aus den Musicals „Elisabeth“, „Hair“ oder „Jesus Christ Superstar“ bis zu einer Adaption von Ambros’ „Skifoan“ und einem Ausschnitt aus der früheren Revue „Dolce Vita“ — die kleine Bühne, direkt über dem See errichtet und mit Zelt ausgestattet, erwies sich auch im Krisenjahr 2020 als attraktives Ambiente. Und ein Team engagierter Leute bringt auch unter widrigen Bedingungen Sehenswertes zustande.

Von Werner Rohrhofer

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