Das Paradies und seine Kehrseite

Am 6. Mai startet der letzte Höhenrausch in Linz

Ohne klassische Eröffnung, aber mit Zuversicht startet am 6. Mai der Höhenrausch 2021 über den Dächern von Linz. Im vergangenen Jahr musste das Kunstvermittlungsprogramm im und auf dem OÖ Kulturquartier noch wegen Corona verschoben werden.

Heuer soll bis 17. Oktober — und das zum letzten Mal — Kunstgenuss möglich sein, coronakonform versteht sich: In den Innenräumen mit FFP2-Maske und Abstand, am Dach an der frischen Luft, ebenfalls unter Wahrung des Sicherheitsabstandes.

Das Gelände ist sehr weitläufig, die coronabedingten Vorsichtsmaßnahmen werden tagesaktuell evaluiert und angepasst. Gruppenführungen werden vorerst nicht angeboten.

Die von Martin Sturm und Rainer Zendron kuratierte Ausstellung „Wie im Paradies“ inszeniert und reflektiert Träume, Momente des Glücks und den Versuch, das Paradies als eine Leitvorstellung unseres Lebens im Hier und Jetzt zu fassen.

Doch das Paradies als große utopische Vorstellung einer idealen Welt hat sich mittlerweile verabschiedet. So werden Paradiese auch kaum noch in eine ferne Zukunft projiziert, sondern sollen möglichst hier und jetzt abrufbar und konsumierbar sein.

Die Künstlerinnen und Künstler des heurigen Höhenrausch präsentieren ihre Paradiesvorstellungen, schaffen Projekte, entwickeln Räume für individuelle Träume aber zeigen auch deren Kehrseite.

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