Das Rennen um Österreichs ESC-Act in der Zielgeraden

Jahresanfang, das bedeutet für gewöhnlich auch den Anfang der ESC-Spekulationen. Und nachdem nicht zuletzt aufgrund der personellen Neuerungen im ORF derzeit noch offen ist, wer heuer im Mai im italienischen Turin für Österreich beim Eurovision Song Contest antritt, schießen die Gerüchte ins Kraut – respektive in die Kristalle. Zumindest hat sich Dynastiemitglied und Sängerin Victoria Swarovski aktuell via „Bild“ selbst ins Spiel gebracht.

Demnach würde sich die 28-jährige Innsbruckerin, für die als Moderatorin im Februar mit dem Start der neuen „Let’s Dance“-Staffel auf RTL eigentlich anderes TV-Gut im Vordergrund stehen dürfte, sehr über das rot-weiß-rote Ticket zum ESC freuen. „Das wäre so cool, wenn das klappt. Ich würde sofort mitmachen“, sagte sie gegenüber der „Bild“.

Weniger euphorisch zeigt man sich da momentan im ORF auf APA-Nachfrage. „Victoria Swarovski hat sich dieses Jahr nicht beworben“, unterstreicht man lakonisch: „Derzeit ist der ORF in der finalen Phase des Auswahlverfahrens. Wer Österreich beim ESC in Turin vertreten wird, wird zum gegebenen Zeitpunkt bekannt gegeben.“

Klar ist, dass dieser gegebene Zeitpunkt spätestens im März sein müsste, wenn alle Länder ihre fixen Acts bei der European Broadcasting Union (EBU) einreichen. Erfahrungsgemäß geschieht das Ganze aber mit etwas Vorlauf. Und so brodelt die Gerüchteküche, seit der auch heuer wieder mit der Trüffelsuche beauftragte ESC-Mastermind Eberhard Forcher Ende des Vorjahres von einer Shortlist mit vier Acts sprach.

Auf dieser finden könnten sich – ESC-Auguren zufolge – die steirische Band Candlelight Ficus, die Elektroswing-Formation Deladap, die es bereits 2012 beim österreichischen Vorentscheid versucht hat, DJ LUM!X, der dann wohl noch eine Sängerin bräuchte (was macht eigentlich Victoria Swarovski im Mai?) und das Südtiroler Elektropopduo Anger. Letzterem wurde von der deutschen ESC-Seite „ESC kompakt“ bereits die Favoritenrolle eingeräumt.

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Während das genaue Datum der Kür in Österreich jedenfalls noch nicht fest steht, hat sich Deutschland mittlerweile auf den 4. März geeinigt. Der verantwortliche NDR kündigte am Dienstag an, dass dann in der Sendung „Germany 12 Points – der deutsche ESC-Vorentscheid“ das Publikum gefragt ist. Zuvor bestimmt eine Jury, welche Musiker und Bands aus den 944 Bewerbungen zum Vorentscheid zugelassen werden.

Wer auch immer heuer für sein Land ins Rennen gehen wird, den erwartet durchaus Großes in Turin. In der dortigen Halle Pala alpitour sind unter Normalbedingungen 15.000 Menschen zugelassen – die knapp 200 Millionen ESC-Fernsehzuschauer über den Wettbewerb hinweg nicht mitgerechnet. In jedem Falle treten heuer 41 Nationen mit ihren Künstlerinnen und Künstlern an. Die beiden Halbfinals sind dabei auf den 10. und 12. Mai programmiert, das Große Finale wird am 14. Mai über die Bühne gehen.

Diesen großen ESC-Zirkus hat Italien der Rockband Måneskin zu verdanken, die sich mit „Zitti e buoni“ im Vorjahr in Rotterdam den Sieg sicherte und damit den Bewerb zum dritten Mal nach Italien holte. Als eine Moderatorin soll demnach heuer Popqueen Laura Pausini fungieren.

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