Das war 2021: Aus aller Welt

Frauenmorde erschüttern

Auch 2021 sorgen in Österreich zahlreiche Tötungen von Frauen – vor allem durch deren Lebensgefährten oder Ex-Partner – für Erschüttern. Bis Jahresende werden 31 Femizide begangen, mehrere Fälle sind besonders brutal: So zündete z. B. am 5. März ein Mann seine 35-jährige Freundin in ihrer Trafik in Wien-Alsergrund an, die Frau stirbt Wochen später im Krankenhaus an ihren schweren Verbrennungen, der 47-Jährige wird am 1. Oktober zu lebenslanger Haft verurteilt.


Erfolgreich gelandet

Die ersten Schwarz-Weiß-Fotos vom „Roten Planeten“ Foto: APA/AFP/NASA/Handout

Am 18. Februar landet der US-Rover „Perseverance” erfolgreich auf dem Mars. Schon wenige Minuten nach der Landung schickt er erste pixelige Schwarz-Weiß-Fotos vom „Roten Planeten“. Am 15. Mai folgt ihm der chinesische Rover „hurong“.

 

 

 


Suezkanal-Blockade

Foto: APA/AFP/Satellite image ©2021 Maxar Technologies

Das riesige Containerschiff „Ever Given” läuft am 23. März im Suezkanal zwischen Mittelmeer und Rotem Meer bei starkem Wind auf Grund und stellt sich quer. Erst am 29. März kann der Frachter wieder freigelegt werden. Das Unglück auf einer der wichtigsten Wasserstraßen der Welt bringt weltweit Lieferketten durcheinander.

 


Nur ein Bub überlebt

Bei einem Seilbahnabsturz am Lago Maggiore in Norditalien sterben am 23. Mai 14 Menschen. Nur der fünfjährige Bub Eitan überlebt. Da unter den Toten auch seine beiden Eltern sind, entbrennt ein Sorgerechtsstreit zwischen in Italien und in Israel lebenden Angehörigen, der auch Monate nach dem Unglück noch nicht gelöst ist.


Unwetter und Flut bestimmen das Jahr 2021

Foto: APA/TNN/Reichwein

Am 15. Juli sterben in Deutschland bei einer gewaltigen Flutkatastrophe mehr als 180 Menschen. Betroffen ist vor allem das Ahrtal im Bundesland Rheinland-Pfalz (Bild). Unwetter mit ungewöhnlich starken Regenfällen verwüsten ganze Landstriche. In Belgien sind ebenfalls Dutzende Tote zu beklagen. Zwei Tage später überfluten Wassermassen in der Folge auch die Altstadt von Hallein in Salzburg. In Mittersill und in Kufstein in Tirol wird wegen Hochwassers ebenfalls Zivilschutzalarm ausgelöst, auch in Ober- und Niederösterreich sind Ortschaften von Überflutungen, Vermurungen und Hangrutschen betroffen.


Tote bei Massenpaniken

Foto: AFP/Marey

Bei einer Massenpanik auf einem religiösen Fest in Nordisrael (Bild) sterben am 29. April 44 Menschen. Rund 150 Personen werden verletzt. Am 5. November werden bei einem Musikfestival in den USA zehn Besucher getötet und unzählige verletzt. Gegen den Konzertveranstalter sowie gegen Rapper Travis Scott werden Klagen eingereicht.

 


Drei Milliardäre auf dem Weg in das (Kommerz-)All

Foto: APA/AFP/Fallon
Foto: APA/dpa/Rumpenhorst

 

 

 

 

 

Im Rennen dreier Milliardäre um die Führungsrolle im Weltraumtourismus fliegt der britische Unternehmer Richard Branson (Bild) am 11. Juli als erster in Richtung All. Schon am 20. Juli tut es ihm Amazon-Gründer Jeff Bezos mit einem Kurztrip an Bord des Raumschiffes „New Shepard“ seiner Firma Blue Origin gleich. Am 15. September hebt die erste nur aus Laien bestehende Raumfahrt-Crew mit einer „Dragon“-Raumkapsel des Unternehmens SpaceX von Tesla-Gründer Elon Musk ab. Am 13. Oktober gelingt wiederum Bezos ein PR-Coup, indem er den als „Captain Kirk“ aus Star Trek bekannten Schauspieler William Shatner (re. Bild) als Weltraumtouristen ins All bringt.


Nobelpreise vergeben

David Julius und Ardem Patapoutian erhalten den Medizin-Nobelpreis. Foto: APA/AFP/Nackstrand

Der US-Forscher David Julius (Bild) und der im Libanon geborene Molekularbiologe Ardem Patapoutian (Bild) erhalten am 4. Oktober den Medizin-Nobelpreis für ihre Entdeckungen der menschlichen Rezeptoren für Temperatur- und Berührungsempfinden. Am 5. Oktober geht der Nobelpreis für Physik zur Hälfte an den Deutschen Klaus Hasselmann und Syukuro Manabe (USA/Japan), die sich mit der Simulation des Klimas und der Erforschung komplexer Systeme auseinandersetzen. Für die Entwicklung neuer Katalysatoren – die sogenannte „asymmetrische Organokatalyse“ – erhalten am 6. Oktober der deutsche Chemiker Benjamin List und sein aus Großbritannien stammender Kollege David MacMillan den Chemie-Nobelpreis.


Tötender Bogenschütze

Bei einer Gewalttat im südnorwegischen Kongsberg werden am 13. Oktober fünf Menschen getötet und drei weitere verletzt. Der vermutlich psychisch kranke Einzeltäter ist mit Pfeil und Bogen bewaffnet und zielt damit auch auf Menschen, seine Opfer ersticht er aber mit einem scharfen Gegenstand. Der 37-jährige Däne wird gefasst, ein terroristisches Motiv nur vorübergehend angenommen.


Flüchtlinge gestorben

Zwei Flüchtlinge aus Syrien sterben am 19. Oktober bei einer Schlepperfahrt über die burgenländisch-ungarische Grenze bei Siegendorf in einem Klein-Transporter. Sie dürften erstickt sein, was traurige Erinnerungen an die Flüchtlingstragödie von Parndorf 2015 mit 71 Toten weckt. 27 weitere Personen werden aufgegriffen, der Schlepper flüchtet.


Verheerende Brände

Foto: APA/Buchegger

25. Oktober: In Hirschwang (Bild) in der Marktgemeinde Reichenau a.d. Rax in Niederösterreich entsteht ein Waldbrand, der sich laut Einsatzkräften zum „größten Waldbrand, den es je in Österreich gab“ entwickelt. Erst am 6. November wird „Brand aus“ vermeldet. In der irakischen Hauptstadt Bagdad sterben am 25. April bei einem Brand auf der Corona-Station eines Spitals 82 Menschen. Am 12. Juli kommt es ebenfalls auf einer Corona-Station des Krankenhauses in Nassiriya im Südirak zu 60 Toten. Am 14. Oktober kommen bei einem Feuer in einem Hochhaus in Taiwan 46 Menschen ums Leben. Viele sind durch die Flammen und den Rauch eingeschlossen.


„Klimaticket“ startet

26. Oktober: Am Nationalfeiertag startet das österreichweite „Klimaticket“. Mit einem Jahres-Fahrschein können um 1095 Euro – drei Euro pro Tag – öffentliche Verkehrsmittel in ganz Österreich genutzt werden. 128.000 Menschen kaufen das Ticket zu einem nochmals günstigeren Early-Bird-Preis.


Glasgow: Klimapakt beschlossen

Foto: AFP/Leal-Olivas

13. November: Nach zwei Wochen harter Verhandlungen fordert die UNO-Klimakonferenz „COP26“ in Schottland die Staaten der Welt erstmals dazu auf, den Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohleverbrennung einzuleiten. Der von rund 200 Staaten gebilligte „Klimapakt von Glasgow“ verlangt zudem, „ineffiziente“ Subventionen für Öl, Gas und Kohle zu streichen, diese Formulierung wird allerdings in letzter Minute auf Druck Chinas und Indiens abgeschwächt. Insgesamt wird dennoch ein „historischer Kompromiss“ gefeiert. Dennoch gingen die Menschen auf die Straßen.

 

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