Das war 2021: Interviews

„Der einzige Sinn, den Fernsehen hat, ist zu berühren“ Von Heino Ferch über Aksel Lund Svindal bis Barbara Wussow: Sprüche der Kulturmenschen aus den Interviews 2021

Humorvolle, aber auch nachdenkliche Sager aus einer Auswahl unserer Interviews wollen wir Ihnen hier ans Herz legen.

„Erfahrungsmäßig fühle ich mich wie ein alter Hase.“
Schauspielerin Marie-Luise Stockinger darüber, wie sie sich als langjähriges Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater fühlt

„Für mich fängt Schönheit bei der Seele an.“
Adele Neuhauser (Komödie „Faltenfrei“) über ihr persönliches Schönheitsideal

„Wer mich kennt, weiß, dass ich immer schon der Clown bin.“
Miriam Hie („Vienna Blood“) über ihre „Berufung“ zur Kabarettistin

„Ich mag die Lockerheit hier“
Daniel Gawlowski, der Kommissar Halberg in „Soko Linz“ spielt, über die Menschen in der Landeshauptstadt

„Liebe ist ein unerschöpfliches Thema.“
Sendungsgestalterin Nina Horowitz zum Start der 25. Staffel von „Liebesg´schichten und Heiratssachen“

„Meine Generation, wir sind die letzten, die noch mit Zeitzeugen aus dem Zweiten Weltkrieg reden können. Ich habe mich immer sehr glücklich gefühlt, dass ich das noch erfahren kann.“
Regisseur Adrian Goiginger hat mit „Der Fuchs“ einen Film über seinen Großvater im Krieg gedreht

„Der größte Widerstand war es, dieses Lager zu überleben.“
Johannes Pröll und Gerald Harringer über ihre Doku „Surviving Gusen“

„Meine Kinder halten mich jung und knusprig.“
Barbara Wussow („Traumschiff“), die dieses Jahr ihren 60er gefeiert hat, über das Alter

„Ich finde es großartig, wenn man den Schmäh zu nehmen weiß. Wenn man nichts persönlich nimmt — das darf man auf keinen Fall — , dann hat das eine große Lebensqualität.“
Schauspieler Heino Ferch über Wien und die Wiener, nachdem er für „Spuren des Bösen“ immer wieder dort gedreht hat

„Entweder es berührt mich, entweder ich will tanzen oder plärren, aber es muss irgendwie außergewöhnlich sein.“
Sängerin Ina Regen, Jurorin bei „Starmania 21“, über gute Songs

„Der einzige Sinn und die einzige Aufgabe, die Fernsehen hat – im fiktionalen Programm zumindest – ist es, zu berühren.“
Schauspieler Harald Krassnitzer („Tatort“)

„Ich habe sofort zugesagt, ohne zu wissen, worauf ich mich da einlasse.“
Moderatorin Nina Kraft vor dem Start als Promi-Tänzerin bei „Dancing Stars“

„Für mich ist jeder Moment, wo ich machen darf, was ich gern mache, ein Durchbruch.“
Silvia Schneider (Hauptabendshow „Sommer in Österreich – Urlaub in Rot-Weiß-Rot“

„Wir haben ihnen die Rollen auf den Leib geschrieben, ohne zu wissen, ob sie es machen würden. Das war ein bisschen riskant, aber beide fanden die Idee, miteinander zu spielen, gleich extrem reizvoll.“
Regisseur Sebastian Meise über seine beiden Darsteller Franz Rogowski und Georg Friedrich in „Große Freiheit“

„Da liegen sicher Welten zwischen Andreas Gabalier und uns. Einfach auch, wenn es darum geht, welche Haltungen uns wichtig sind, zu transportieren. Er ist da, glaube ich, doch eher traditionell. Da haben wir als Frauen einen anderen Zugang.“
Stefanie Poxrucker von den Poxrucker Sisters

„Es ist lustig und wild, mit Schwertern durch die Wälder zu laufen. Es ist eine spezielle Erfahrung mit Netflix. Aber es ist natürlich viel weniger meines als „Hinterland“, das ist viel persönlicher.“
Stefan Ruzowitzky dreht für Netflix „Barbaren“ in Polen

Stefan Ruzowitzky (l.) und Murathan Muslu bei der Österreich-Premiere von „Hinterland“
Foto: Andreas Tischler/picturedesk.com

„Auf jeden Fall habe ich mir lange Haare und einen langen Bart wachsen lassen. Und ich musste reiten lernen und habe es geschafft, irgendwo in Polen in der Pampa, locker 200 Meter durchgehenden Vollgas-Galopp zu reiten, ohne runterzufallen.“
Schauspieler Murathan Muslu über die Vorbereitungen für seine Rolle in die „Barbaren“

„Ich war 17 Jahre beim Weltcup dabei. Ok, da waren Jahren dabei, die nicht so cool waren, aber das Gesamtpaket, das ist keine Frage, das war ein Traum.“
Ex-Skiprofi Aksel Lund Svindal, dessen Karriere in der Film-Doku „Aksel“ gezeigt wird

„Da ließ sich beim besten Willen keine Komödie draus machen. Da sitzen 14-jährige Kids drinnen, die schauen aus wie zehn, bringen vier Stunden im Unterricht kein Wort über die Lippen, starren auf den Boden und haben Tränen in den Augen.“
Regisseur Arman T. Riahis Film „Fuchs im Bau“ über eine Gefängnisschule räumte Preise ab und begeisterte das Publikum

„Meine Heimat ist die Illusion, die kann man auf der Leinwand sehen, im Fernsehen, im Wasser …“
Star-Regisseur Robert Dornhelm hat die Klangwolke 2021 inszeniert

„Was ich sagen kann, ist, dass ich auf einer sehr leichten und humorvollen Ebene beschlossen habe, hin und wieder mit Leuten zu wetten, die mir ganz sicher sagen, dass es soweit sei. Diese Flaschen Wein trinke ich besonders gerne, die ich da gewinne (lacht).“
Schauspieler Florian Teichtmeister („Die Toten von Salzburg“) auf die Frage, ob ihn der Jedermann reizen würde

Verena Altenberger vor der Kulisse von Salzburg während ihres Arrangement als „Buhlschaft“ in Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“.
Foto: APA/Gindl

„Ich kann gar nicht sagen, wie beschissen es ist, dass Abwertung von Frauen, die stark auftreten und im Stande sind, klassische Rollenbilder unserer Gesellschaft zu hinterfragen, immer noch so extrem stattfindet.“
Verena Altenberger über den Shitstorm als Buhlschaft

„Es ist völlig okay, wenn nicht allen gefällt, was ich mache, auch wenn ich menschlich nicht allen gefalle. Aber entweder kommentiert man gar nicht oder in einer Art und Weise, wie man sich selber wünscht, wie mit einem umgegangen wird.“
Auch Stefanie Reinsperger, ehemalige Buhlschaft, kennt Beleidigungen im Netz

„Ein Happy End zwischen Grete Öller und Sepp Ahorner? Naja! Nichts genaues weiß man nicht …“
Maria Hofstätter, die im nächsten „Landkrimi“ aus OÖ ohne Josef Hader als Sepp Ahorner ermittelt

„Ich bin der Clown, es nutzt alles nichts“
Heinz Zuber, bekannt als Clown Enrico, zum 80er

„Was spricht dagegen, zehn Jahre Pause zu machen?“
Schauspieler Sebastian Bezzel zu den Eberhofer-Krimis

„Ich bin im ständigen Austausch mit Ärzten und habe relativ wenig Verständnis für Menschen, die sich über Dinge, die aus wissenschaftlicher Sicht gesetzt sind, hinwegsetzen, sich nicht an Regeln halten, so tun, als ob man das alles optional handhaben könnte.“
Schauspielerin Natalia Wörner drehte mit „Die Welt steht still“ einen Film über Corona

„Ich habe schon einige Schweinereien im Kopf.“
Schauspieler Johannes Krisch ist seit 2021 Intendant der Raimungspiele Gutenstein und hat Pläne für 2022

„Ob das Ganze einen Sinn macht, weiß niemand.“ Josef Hader in gewohnt pointierter Wortwahl
Foto: Lukas Beck

„Ich bin viel zu beschäftigt mit mir selber, als dass ich die Fehler der anderen suche. Ich habe meine Stoffe immer von innen, aus mir heraus entwickelt. Das eigene schlechte Gewissen genügt.“
Kabarettist und Schauspieler Josef Hader über Kabarett, Katholizismus und soziale Marktwirtschaft

 

 

Auswahl von Mariella Moshammer & Melanie Wagenhofer

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