Das Warten auf die Wohlfühloase

Eishockey: Umbau der Linzer Eishalle läuft nach Plan, Wings-Start aber ohne Rhythmus

Südansicht der Linzer Eishalle: Der Zubau beherbergt in wenigen Wochen die hochmodernen Teamräume der Black Wings Linz sowie einen neuen Gastrobereich für die Fans.
Südansicht der Linzer Eishalle: Der Zubau beherbergt in wenigen Wochen die hochmodernen Teamräume der Black Wings Linz sowie einen neuen Gastrobereich für die Fans. © Linz AG/fotokerschi

Von Tobias Hörtenhuber

Noch sind die „heiligen Hallen“ der Black Wings eine einzige Baustelle. Die zweite Etappe des Umbaus der Keine-Sorgen-EisArena (Kosten 3,6 Mio. Euro) ist auch vor dem Start der Erste Bank Eishockeyliga am Freitag noch in vollem Gange. Im November soll dort, wo aktuell die Schüttung für den Estrich liegt, die neue Wohlfühloase für Spieler und Trainer bezogen werden — eine 80 Quadratmeter große Umkleidekabine für das Team, großzügige Sanitär- und Behandlungsbereiche und eigene Räume für die Trainer.

Auswärtsserie zu Beginn

In der ersten Phase der Saison müssen die Linzer Cracks allerdings auf diesen Komfort verzichten — und die Fans sich noch etwas gedulden bis zum ersten Heimspiel. Dieses steigt erst am 4. Oktober (19.15) gegen den HCB Südtirol. Dann stehen in der Halle wieder alle 4865 Plätze zur Verfügung. Bis dahin haben die Linzer, die in der ersten Runde spielfrei sind, drei schwere Auswärtspartien (Fehervar, Salzburg, KAC). Für Manager Christian Perthaler nicht optimal: „Wir haben nur ein Spiel in der Woche, alle anderen zwei. Da fehlt der Rhythmus“, meinte der 51-Jährige. Nachsatz: „Aber wir nehmen es, wie’s ist, suchen keine Ausreden.

Dafür soll die Saison heuer länger dauern als im letzten Jahr (Viertelfinale), zumindest, wenn es nach dem Linzer Bürgermeister Klaus Luger geht: „Im Vorjahr ist uns das frühe Aus für den Baustart entgegengekommen, heuer gibt es kein Argument, die Saison früher zu beenden“, schmunzelte das Stadtoberhaupt und versprach den Fans: „Der Start wird ein Erlebnis.“ Ein neuer Gastrobereich oberhalb des Kabinentrakts und der in die Halle integrierte Fanshop bieten noch mehr Komfort.

Kein weiterer Umbau

Insgesamt entsteht durch die Erweiterung laut Linz AG eine zusätzliche Fläche von rund 1650 Quadratmetern. Das soll es dann aber gewesen sein mit der Neugestaltung der Eisarena (Tribünenvergrößerung 2014), die am Ende Gesamtkosten von 8,6 Mio. Euro verschlungen haben wird. Dem Wunsch der Black Wings nach einer Dachanhebung erteilte Linz-AG-Generaldirektor Erich Haider eine Absage. „Das ist nicht aktuell, mit rund 4800 Plätzen haben wir eine gute Kulisse.“

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