Deb Haaland soll als erste Ureinwohnerin Ministerin werden

Biden nominiert indianisch-stämmige 60-Jährige als Innenministerin

Der künftige US-Präsident Joe Biden will „ein Kabinett, das aussieht wie Amerika.“ zusammenstellen. Deb Haaland ist als Innenministerin ein wichtiger Bestandteil.
Der künftige US-Präsident Joe Biden will „ein Kabinett, das aussieht wie Amerika.“ zusammenstellen. Deb Haaland ist als Innenministerin ein wichtiger Bestandteil. © AFP/Ralston

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat die Ureinwohnerin Deb Haaland als Innenministerin nominiert. Wenn die 60-Jährige durch den Senat bestätigt wird, würde sie die erste indianisch-stämmige Ministerin der US-Geschichte. Biden nominierte zudem den Chef der Umweltschutzbehörde des Bundesstaates North Carolina, Michael Regan, als Chef der Umweltschutzbehörde EPA.

Brillant, erprobt und bahnbrechend

„Dieses brillante, erprobte, bahnbrechende Team wird am ersten Tag bereitstehen, um der existenziellen Bedrohung des Klimawandels mit einer einheitlichen nationalen Antwort zu begegnen, die auf Wissenschaft und Gerechtigkeit beruht“, erklärte Biden.

Haaland stammt aus dem südlichen Bundesstaat New Mexico und gehört dem Pueblo-Stamm Laguna an. Sie und ihre Parteifreundin Sharice Davids waren 2018 als erste Ureinwohnerinnen der Geschichte in den US-Kongress gewählt worden. Dort machte Haaland sich u. a. für die Verbesserung der Lebensverhältnisse von Ureinwohnern stark.

Als Innenministerin wird Haaland für die Verwaltung von bundeseigenem Land und für Bodenschätze verantwortlich sein. In den Zuständigkeitsbereich fallen auch Indianer-Reservate. Die 70.000 Beschäftigten des Innenministeriums kontrollieren Nationalparks sowie Öl- und Gas-Förderanlagen.

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