Deep Purple: Whoosh (earMUSIC/EDEL)

„Für uns ist ,Whoosh!’ einmal mehr das Resultat unserer Abenteuerlust, unserer Vielschichtigkeit und unserer Dynamik!“, sagt Sänger Ian Gillan dem Magazin „Rocks“ zum neuesten Werk von Deep Purple. Ja, die Pioniere des Hard Rock, die seit 1968 (mit etlichen Besetzungswechseln) aktiv sind und 1970, also vor 50 Jahren, mit „In Rock“ einen echten Meilenstein des Genres abgeliefert haben, beweisen auf ihrem 21. Studioalbum, dass sie noch immer nicht zum alten Eisen zählen. Dabei setzt die Band den Weg, den sie mit den erfolgreichen Werken „Now What?!“ (2013) und „InFinite“ (2017) eingeschlagen haben, unbeirrt fort. „Die jüngeren Alben haben das ,deep’ wieder zurück zu Deep Purple gebracht“, meinte Gillan einmal. Was er damit meint? Deep (also „tief“) sei ja das Gegenteil von seicht. „Eine Zeitlang hatten wir uns etwas verloren“, gesteht der seit Kurzem 75-Jährige rückblickend. Auf „Whoosh!“ präsentiert sich die Combo allerdings in Bestform: Mit guten Riffs und Soli von Steve Morse (mit 66 der Jungspund), mit signifikanten Keybords von Don Airey (72/in bester Jon-Lord-Tradition), einer exzellenten Rhythmus-Sektion mit Roger Glover (74) und Ian Paice (72) und prägnanten Vocals von Gillan. Wer’s nicht glaubt: Selber anhören, am besten mit „Nothing at all“, „The power of the moon“ und „Man alive“ beginnen, dann gibt es ohnehin kein Zurück mehr. RoKo

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