Dem Déjà-vu getrotzt, Sternstunde gefeiert

LASK-Triumph über PSV: Historische Dimension und den Aufstieg in eigener Hand

LASK-Trainer Valerien Ismael applaudierte und verneigte sich vor seiner Mannschaft.
LASK-Trainer Valerien Ismael applaudierte und verneigte sich vor seiner Mannschaft. © APA/EXPA-Eisenbauer, AFP/Klamar

„Eine Sternstunde für den Verein, die Mannschaft, die Fans, die Stadt Linz und den österreichischen Fußball. Eine unglaubliche Leistung.“ LASK-Trainer-Valerien Ismael brachte den Stellenwert dieses Triumphes gegen die niederländische Spitzenmannschaft PSV auf den Punkt. Denn es war nach 4:0-Siegen über Lilleström im Juli 2018 in der Qualifikation sowie über Toftir im UI-Cup anno 1996 der dritthöchste Sieg in der nunmehr 51 Matches umfassenden Europacup-Statistik, aber der mit Abstand wertvollste. Weit vor dem 1:0 über Inter Mailand 1985 und auch noch vor dem 3:1 im August gegen Basel. Dabei erlebten die Oberösterreicher ein „Déjà-vu“, gerieten wie gegen Brügge durch einen ungerechtfertigten Elfer in Rückstand. „Wir haben uns nicht aus der Bahn werfen lassen, sind weitermarschiert“, freute sich Ismael. In der Halbzeit (0:1) habe er der Mannschaft gesagt, das sei „eine neue Prüfung für uns. Aber dieses Mal werden wir diese Hürde übersteigen“. Gesagt, getan, womit der LASK die Kür — Aufstieg in die K.o.-Phase — in eigenen Händen hält. „Eine überragende Ausgangsposition“, so Ismael.

Am Sonntag Admira

Schon ein Sieg in Trondheim (28.11.) würde genügen, falls PSV gleichzeitig in Lissabon verliert. Falls nicht, könnte es gegen Sporting zum Showdown (12.12.) kommen.

Zeit zum Auskosten bleibt aber (vorerst) noch keine, schon am Sonntag (14.30) wartet in der Bundesliga das Heimspiel gegen die Admira: „Da müssen wir noch einmal alles raushauen“, forderte Ismael. Zumal man danach in der Länderspielpause wieder Kräfte sammeln könne.

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