Dem eigenen Stil auf der Spur

Ob bei wichtigen Terminen, im Home Office oder in der Freizeit, um sich einfach nur wohl zu fühlen – als Mann Stil und Niveau zu zeigen, ist immer eine lohnende Sache. Wie so oft, führen auch hier einzelne kleine Schritte zum Ziel.

Louis Vuitton © AFP/Poujoulat

Jeder Mann kann seinen persönlichen Stil finden. Dazu ist allerdings vorab notwendig, sich ein wenig mit sich selbst zu beschäftigen. Wer bin ich? Wofür stehe ich? Stelle ich das auch nach außen dar bzw. wie wirke ich? Und – wie will ich wirken? Dann kann´s ganz entspannt an die Entwicklung des eigenen Stils gehen.

Einem Stil, der bestenfalls authentisch ist, also auch ein Stück weit die innere Haltung nach außen kommuniziert. Das schafft natürlich nicht alleine das äußere Erscheinungsbild. Das männliche Auftreten, das persönliche Verhalten und die Umgangsformen sind genauso mit stilprägend.

So entsteht ein sehr persönlicher, individueller Stil, natürlich auch beeinflusst von Zeitgeist und gesellschaftlicher Entwicklung. In Kleidung, Frisur, Figur und gepflegtem Gesamtzustand spiegelt sich wider, dass „Mann“ sich selbst Zeit und Aufmerksamkeit gönnt. Ein ungepflegter Auftritt, schlampige, unpassende Kleidung lassen Entwicklungspotenzial erkennen und das Gegenüber vielleicht falsche Schlüsse ziehen.

Wo fängt Mann an?

Das Erscheinungsbild des stilvollen Mannes ist auf jeden Fall gepflegt. Ein frischer Körpergeruch kann von einem frischen, typgerechten Duft unterstrichen werden. Der moderne Mann schaut auf sich und pflegt sich — gerne auch mit passender Gesichtscreme, Haarpflege- und -stylingprodukten — und betreibt, wenn vorhanden, Bartpflege. Apropos Bart: Hier seinen eigenen Stil und die passende, pflegeleichte Gesichtsbehaarung zum eigenen Typ zu finden, kann schon eine kleine Herausforderung sein.

Genauso wichtig wie ein gepflegter Auftritt ist also zu wissen, was zu einem passt, einem steht. Dabei sind die wichtigsten Elemente Farben und der zum Körperbau passende Schnitt, Materialien und Musterung der Kleidung, Frisur und in punkto Accessoires vor allem tadellos gepflegtes Schuhwerk. Das richtige Outfit kann also den eigenen Charakter unterstreichen und die Wirkung verstärken.

Zielführend ist, sich nicht zu verstellen und nicht jeden Modetrend mitzumachen. Passendes zur Körperform und zu den Proportionen, zur Lebenssituation und zur eigenen Einstellung auszuwählen, ist immer dem blinden Hinterherlaufen von Trends vorzuziehen.

Modern und trendig?

Trotzdem die aktuellen modischen Trends zu kennen und für sich selbst passende Teile davon einfließen zu lassen, ist ein guter Weg, um auch zeitgemäß zu wirken und Spaß am eigenen Styling zu entwickeln. Für den kommenden Sommer heißt es für Männer, die Modebewusstsein zeigen möchten: Mehr ist mehr! Jede Menge aufgesetzte Taschen zieren Jacken, Hemden & Co, trendige (Sonnen)Brillen oder Smart Watches ergänzen das modische Styling. Auch mit moderner Farbgestaltung beweist Mann diese Saison sein Modegespür. Diesen Sommer greifen Herren zu Zitronengelb, Hellblau und Rosé.

Besonders Modemutige tragen ganze Anzüge in Mint und Co. Weniger Modeaffine greifen auf einzelne Teile in Pastelltönen zurück. Eine helle Baumwollhose zum pastellfarbenen Shirt oder ein Hemd in einem pudrigen Softton zum Anzug wirkt modisch, aber nicht zu aufgesetzt. Ton in Ton-Looks in hellen, freundlichen Farben geben also bei den Sommer-Kollektionen in der Männermode den Ton an.

Helle Grau- und Beigetöne sind dabei eine zeitlosere, modische Alternative zu Pastell. Und noch ein Trendtipp: Absolute Trendsetter fangen jetzt schleunigst an, ihren Bizeps zu trainieren und tragen dann Shirt, Sommerstrick und sogar Hemd ärmellos! Dabei sollten die stylishen Oberteile nicht zu eng sitzen – das sieht schnell nach 90er-Jahre-Muskelshirt aus.

Wer nun an stressiges Suchen nach trendigen Teilen in vollen Geschäften denkt, geht die Sache falsch an. Alles sieht eher zufällig und lässig, als verbissen zusammengesucht aus. Dabei ist auch Wohlfühlen angesagt, denn selbst Anzüge gibt es jetzt aus angenehm bi-elastischem Jersey. Modische Einzelsakkos und -hosen schließen sich diesem Trend nach neuer Gemütlichkeit an. Auch Jeans und Chinos haben dankenswerterweise einen Elasthan-Anteil.

Der Klassiker

Aber was tun, wenn man den eigenen Stil nicht und nicht finden will? Gut sitzende Jeans, ein weißes Hemd (oder auch ein Polo-Shirt in typgerechter Farbe) und ein passendes Sakko, dazu ein guter Lederschuh gehen immer. Damit hängt die erste, universell einsetzbare Basis-Kombination bereits im Kleiderschrank. Gutes, gepflegtes Schuhwerk sollte ohnehin zur Basisausstattung jedes Mannes gehören.

Schwarze Glattlederschnürschuhe, Slipper oder auch Sneakers, ohne Querfalten und blitzsauber, mit absolut intakten Sohlen und Absätzen stehen in seinem Schuhschrank. Männerfüße in offenen Schuhen sehen eigentlich fast nie schön aus. Die stilvolle Sommervariante des männlichen Schuhwerks sind lederne Slipper, die man ohne Socken trägt.

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