Dem Rücken Gutes tun

Kalte Zugluft, Verspannungen und Weihnachtsstress wirken sich auf den Rücken aus. Fast jeder hat schon einmal schmerzhafte Erfahrungen mit seinem Rücken gemacht. Die OÖGKK hat ihre Rückenfibel mit Übungen für den Winter neu aufgelegt. Die Fibel und kurze Videoclips laden zum Nachturnen ein.

Ein Viertel der Bevölkerung leidet unter Wirbelsäulenproblemen, oft betrifft es den Nacken. Die OÖGKK hat zur Prävention ein tägliches Bewegungsprogramm entwickelt. © PORNCHAI SODA – stock.adobe.com

Rund ein Viertel der Österreicher ab dem 15. Lebensjahr leidet unter chronischen Kreuzschmerzen oder einem anderen chronischen Rückenleiden. Besonders stark betroffen sind die über 75-Jährigen – und dabei jede zweite Frau im höheren Alter und jeder dritte Mann.

In OÖ ist die Situation ähnlich, 24 Prozent der über 15-Jährigen klagen über Kreuzweh, wobei die Menschen im Zentralraum Linz und Wels zu 31 Prozent betroffen sind. Am wenigsten leiden die Mühlviertler unter Rücken- und Kreuzbeschwerden. Mit dem Alter nehmen die Probleme generell zu, besonders betroffen sind dabei der Nacken und die Halswirbelsäule aber auch die untere Lendenwirbelsäule.

„Mit der Kampagne ,Rücken, mach mit!’ setzt die oö. Gebietskrankenkasse seit Jahren gezielt auf Vorbeugung: Bewegung und zwar täglich ist ein recht einfaches Rezept“, weiß GKK-Obmann Albert Maringer. In Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten der FH Gesundheitsberufe wurde ein professionelles und kostenloses Mitmach-Programm entwickelt. Kurze Videoclips und die Rückenfiebel zeigen einfache Übungen und richtige Bewegungsabläufe zum Nachmachen und Nachturnen. Seit dem Vorjahr gibt es auch kostenlose Workshops zum Mitmachen.

„Mit ganz einfachen Übungen kann wirklich jeder im Alltag sich und seinem Rücken Gutes tun. Ich mach mit, weil regelmäßige Bewegung für einen gesunden Körper so wichtig ist“, betont Bettina Schneebauer, Geschäftsführerin der FH Gesundheitsberufe.
Auslöser für Rückenschmerzen sind körperliche, soziale, aber auch psychische Faktoren. Zum natürlichen Verschleißprozess zählen, dass mit dem Alter die Flüssigkeit in der Bandscheibe abnimmt und der Bandscheibenring poröser wird. Hinzukommt eine abgeschwächte Muskulaturm sowie Über- und Fehlbelastung. Als soziale Faktoren schlagen sich Unzufriedenheit am Arbeitsplatz, Überforderung und Stress sowie sozialer Rückzug und Isolation auf das Kreuz. Depression, Sorgen und Ängste sowie ein passives Schmerzverhalten werden als psychische Faktoren gesehen.

Im Laufe eines Tages gibt es viele Gelegenheiten, dem Rücken Gutes zu tun. Das beginnt schon in der Früh im Bett, beim richtigen Aufstehen, an der Bushaltestelle oder beim richtigen Füttern der Katze. Übungen, die sich ohne viel Aufwand in den Alltag einbauen lassen, finden sich im Basis-Übungsprogramm in der Fibel oder in Videoclips unter www.ooegkk.at/rueckenmachmit bzw.
www.youtube.com/gkkooe.