Dem Stern ist Linz schon schnuppe

„Coco“ Gauff war in Qualifikationsrunde zwei gegen die Deutsche Korpatsch chancenlos

Nach zwei umkämpften Partien war das Upper Austria Ladies für Cori „Coco“ Gauff schon wieder vorbei. Die 15-Jährige aus Florida war entsprechend geknickt. © AFP/getty/Chinn

Von Andy Hörhager

Der aufgehende Stern des Damentennis verglühte in Linz als Sternschnuppe in Runde zwei der Qualifikation. Cori „Coco“ Gauff, heuer Achtelfinalistin von Wimbledon und in Runde drei der US Open, zog gegen die Deutsche Tamara Korpatsch mit 4:6 und 2:6 glatt den Kürzeren.

Gauff fand nie ins Spiel, agierte vielfach zu überhastet, während ihre deutsche Kontrahentin konzentriert und druckvoll die Bälle an die Linien setzte.

Die Enttäuschung darüber war Gauff anzumerken, ihre Jahresbilanz kann sich aber dennoch sehen lassen.

„Ich habe ganz sicher nicht mein bestes Tennis gespielt und einige falsche Entscheidungen getroffen. Ich bin aber sicher, dass ich aus diesem Turnier viel lernen werde, denn ich habe in meinem Spiel noch viel zu verbessern“, meinte Gauff, der sichtlich noch die Erfahrung fehlt. „Ich hätte niemals für möglich gehalten, eine solche Saison zu spielen. Es ist so unglaublich viel passiert und ich habe so viele Erfahrungen gesammelt in diesem Jahr“, betonte Gauff, die am Abend erstmals bei einer Player’s Party dabei war.

Schauplatz-Wechsel

„Ich gehe nie zu Player’s Partys, ich bin ja so jung!“ Jene in Linz war extra wegen „Coco“ umgesiedelt worden, fand im Musiktheater statt im Casino Linz statt. Dort hätte die 15-jährige US-Amerikanerin nämlich keinen Zutritt gehabt. „Wirklich? Ihr seid wegen mir umgezogen? Wow, Danke!“, besserte sich deren Laune kurzfristig.

Während Gauff in Linz zumindest noch im Doppel antritt, musste Julia Grabher ihre Hoffnungen bereits begraben. Die Vorarlbergerin ist in ihrem Auftaktmatch an der Slowakin Viktoria Kuzmova gescheitert. Die Nummer 214 der Welt verlor beim einzigen WTA-Turnier Österreichs gegen die Ranglisten-53. nach nur 73 Minuten mit 4:6, 2:6.

Grabher hielt wacker dagegen, doch in den entscheidenden Momenten hatte Kuzmova die besseren Antworten.

Ebenso, wie Linz-Stammgast Andrea Petkovic, welche die Schweizerin Jil Teichmann in zwei Sätzen humorlos mit 6:1 und 6:1 verabschiedete.

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