Demokraten starten chaotisch in die Vorwahlen

Auszählungschaos in Iowa trägt der Opposition Hohn und Spott des Trump-Lagers ein

Bernie Sanders will die erste Vorwahl gewonnen haben.
Bernie Sanders will die erste Vorwahl gewonnen haben. © AFP/Yuzel

Chaotischer Auftakt des Vorwahlreigens der US-Demokraten: Die Oppositionspartei sah sich nach der ersten Abstimmung im US-Staat Iowa am Montag wegen technischer Probleme bis Dienstagabend nicht in der Lage, Ergebnisse zu veröffentlichen. Die Partei begründete die Verzögerung zunächst mit „Qualitätskontrollen“.

Bei drei Datensätzen gebe es „Ungereimtheiten“. Iowas Parteichef Troy Price sagte in einer Telefonkonferenz, die Ergebnisse würden „später am Tag“ bekanntgegeben. Stimmen würden per Hand überprüft. Price legte auf, ohne Fragen zu beantworten.

Später am Tag veröffentlichte die Partei eine weitere Stellungnahme, in der sie einen Programmierfehler als Grund für das Chaos nannte — und versprach die Ergebnisse „so schnell wie möglich“ bekannt zugeben.

Einer wollte das aber nicht abwarten und erklärte sich zum Sieger: Das Wahlkampfteam des linken Kandidaten Bernie Sanders teilte mit, der 78-Jährige liege laut Teilergebnissen mit 28,6 Prozent auf Platz eins. Demnach landete Pete Buttigieg mit rund 26 Prozent überraschend stark auf dem zweiten Platz, gefolgt von Elizabeth Warren mit 18 Prozent. Favorit Joe Biden käme Sanders’ Zahlen zufolge mit 15 Prozent nur auf den vierten Platz.

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US-Präsident Donald Trump spottet über das „völlige Desaster“ bei den Demokraten. „Nichts klappt, genauso wie sie das Land regiert haben“, twitterte er. Mit Blick auf die parallel erfolgte republikanische Vorwahl in Iowa schrieb Trump, er sei der einzige, der einen „sehr großen Sieg“ errungen habe. Trump wurde mit knapp 96 Prozent der Stimmen als Kandidat für die Präsidentschaftswahl im November bestätigt.

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