Den Herbst genießen – Kulinarisches mit Kürbis

Herbstzeit ist Kürbiszeit! Schon von weitem leuchten seit einigen Jahren sogar am Straßenrand eine große Vielfalt an Kürbissen in bunten Farben, Größen und teils skurrilen Formen entgegen. Orange, gelbe, grüne und die gerade so aktuellen weißen Kürbisse breiten sich nun in vielen Gärten und auf Feldern aus, schmücken gerne auch Hauseingänge und sorgen so für ein freundliches Entrée im Herbstgarten.

Botanisch gehört der Kürbis, der nun schon seit Jahrtausenden kultiviert wird, zu den Beeren.

In Südamerika und Afrika hat man ihn gerne als Gefäß verwendet und seit er „über den großen Teich“ zu uns gekommen ist, versorgt er uns mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen (Betakarotin, Kalium und Eisen).

Kürbiskerne und das daraus gewonnene Öl sind gut fürs Herz und können auch gegen so manch anderes „Wehwehchen“ eingesetzt werden. Kulinarisch ist der Kürbis ein richtiger Allrounder, ob herzhaft oder süß – wahre Köstlichkeiten lassen sich mit ihm zaubern.

Beim Kochen verwende ich gerne den Muskatkürbis (sehr aromatisch), Hokkaido (praktisch, weil mit Schale verwendbar), Butternut (wenig Kerne) und — meinen Favoriten – den „Langen von Neapel“.

Gerade wenn die Familie nicht so groß ist und der Kürbisanbau im eigenen Garten nicht so recht gelingen mag (Schnecken oder zu wenig Platz), kann man ihn oft „scheibchenweise“ kaufen oder von lieben Nachbarn ergattern.

Der Kürbis mag es gern nährstoffreich

Der Kürbis mag es so richtig nährstoffreich. Ein Eckerl am Fuße eines Komposthaufens ist sein Lieblingsplatz. Dort nimmt er dann gerne einige Quadratmeter ein und beschattet so den Kompost und sorgt damit für gute Bodenfeuchte.

Achtung: Wenn Sie gleichzeitig Zierkürbisse anbauen, dann sollten Sie vorsichtig sein, wenn Sie selbst Saatgut ernten möchten. Schmecken die „Nachkommen“ bitter, keinesfalls essen, denn dann haben sich beide Sorten vermischt und Zierkürbisse sind nicht genießbar! Richtig gelagert (am besten in einem kühlen, trockenen Keller) kann ein Kürbis bis zu einem Jahr haltbar sein.

Feines vom Kürbis

Zweierlei vom Kürbisknödel auf Kürbis-Paprika-Kraut:
Semmelknödelmasse: ca. 8 altbackene Semmerl würfeln (ich nehme gerne alternativ Toastbrot, weil die Masse fluffiger wird), 2 Tassen gewürfelte Kürbisstückchen (diese nicht vorkochen!), 2 Stangen Frühlingszwiebeln (klein geschnitten), 2 Eier, ½ Becher Sauerrahm, 2 EL Mehl zum Abbinden, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, evtl. geriebenen Käse
Eine Hälfte zu klassischen Semmelknödeln formen (eher klein) und in reichlich Salzwasser für ca. 20 Minuten sieden, die zweite Hälfte in Butter ausbacken.
Kürbis-Paprika-Kraut: Kürbis, 2 Stangen Frühlingszwiebel, 2 rote Spitzpaprika, ½ kleines Weißkraut, 1 TL Butter, 1 TL Staubzucker, Salz, Pfeffer, edelsüßes Paprikapulver, ¼ Liter Gemüsesuppe, etwas Mehl zum Stauben, Schnittknoblauch oder Schnittlauch
Das Gemüse in feine Streifen schneiden. Butter in einem ausreichend großen Topf schmelzen, das Weißkraut dazugeben – ein wenig mitrösten (darf ruhig ein bisschen braun werden, gibt Geschmack und schöne Farbe), Staubzucker dazu und karamellisieren lassen, mit Mehl stauben und Gemüsesuppe ablöschen. Bissfest dünsten. Dann „Paprizieren“, d.h. 1 EL Paprikapulver dazugeben. Nun auch das restliche Gemüse und Gewürze dazugeben und je nach Vorliebe al dente oder weich kochen. Das Sößchen sollte sämig sein. Wenn nötig, mit einem „Teigerl“ (Mehl/Wasser Gemisch) abbinden. Je ein Knödelchen auf Küribs-Paprika-Kraut anrichten und mit einem Klecks Sauerrahm abrunden, Schnittlauch oder Schnittknoblauch sorgt nicht nur für den Farbeffekt.

Kürbislasagne:
Zwei Varianten sind möglich: In der ersten ersetzt man das Ragout mit Faschiertem durch ein Kürbisragout, in der zweiten Variante die Teigblätter durch Kürbisschnitten.
Kürbisragout: ½ kg Kürbis (in größere Würfel geschnitten), ½ kg Tomaten (gewürfelt) oder 2 Dosen geschälte, gewürfelte Tomaten, 2 Stangen Frühlingszwiebel oder kleine Gemüsezwiebel (in Würfel), Salz, Pfeffer, eine Prise Zucker, 1 EL Tomatenmark
Zubereitung wie klassisches Ragout (darauf achten, dass Kürbisstücke bissfest bleiben)
Bechamelsauce: 2 EL Butter flüssig werden lassen, 2 EL Mehl dazu, durchrühren. Mit ½ Liter Milch aufgießen und unter ständigem Rühren (brennt leicht an) dickflüssig einkochen, etwas Salz und Pfeffer.
Schicht für Schicht abwechselnd in eine Kasserole geben, den Abschluss bildet eine Lage Bechamelsauce, und mit 300 g geriebenen Käse bestreuen. Bei 180° im Backrohr goldbraun backen. Dazu schmeckt knackiger Salat.

Details und alle Rezepte finden Sie — wie immer — in meinem begleitenden, ausführlichen Blogbeitrag auf meiner Website: www.theHeartgardener.at

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