Den PV-Ausbau zügig vorantreiben

LR Langer-Weninger: Gemeinden sind der Schlüssel zur Energiewende

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Dass Oberösterreichs Gemeinden der Ausbau der Photovoltaik ein wichtiges Anliegen ist, zeigt ein Blick auf die PV-Landkarte von Statistik Austria. „Unsere Gemeinden stechen im Ländervergleich äußerst positiv hervor. Das gilt sowohl im Hinblick auf die Anzahl, als auch die Leistung der pro Gemeinde installierten PV-Anlagen“, erklärte Gemeinde-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) gestern in einer Aussendung. „Damit das auch so bleibt, müssen wir den PV-Ausbau auf den Dächern und verbauten Flächen zügig vorantreiben.“

Jede PV-Anlage zählt

„Jede PV-Anlage macht einen Unterschied“, betont Langer-Weninger. „Gerade auf kommunaler Ebene ist es nun wichtiger denn je, Vorbildwirkung zu zeigen. Dachflächen auf öffentlichen Gebäuden sollen geprüft werden, ob PV-Anlagen installiert werden können und Möglichkeiten zum Energiesparen sollen erörtert werden. Es ist jedenfalls zu begrüßen, dass zahlreiche Gemeinden bereits an der Gründung von Energiegemeinschaften für ihre Bevölkerung arbeiten.“ Bereits jetzt werden 85 Prozent der öffentlichen Gebäude in OÖ mit alternativer Energie geheizt. Zudem ist seit ca. fünf Jahren die Installation von Photovoltaik-Anlage bei kommunalen Neubauten Standard. Das wirkt sich gerade bei Gebäuden mit einer Wärmepumpe enorm aus, da das Heizsystem damit fast autark betrieben werden kann. Weitsichtig und klug seien auch die kommunalen Investitionen in die Umstellung auf LED-Beleuchtung gewesen, so die Landesrätin. Rund sieben Millionen Euro wurden dafür aus dem Programm für Kommunalinvestitionen 2020 verwendet. „Damit haben die Gemeinden bereits vor der aktuellen Energiekrise gezeigt, dass ihnen Energiesparen und Klimaschutz wichtig sind“, erklärt Langer-Weninger.

Schutz von Agrarflächen

Hektarweise fruchtbare Agrarböden der Nutzung von Sonnenenergie zu opfern, kommt für Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger aber nicht in Frage. „Im Sinne der Versorgungssicherheit ist es wichtig, unsere wertvollsten Böden für die landwirtschaftliche Nutzung zu bewahren. Saubere Energie ist wichtig, Nahrungsmittel sind lebensnotwendig.“ Außerdem würden die Bäuerinnen und Bauern bereits jetzt beachtliche Mengen an Energie auf ihren Dachflächen produzieren. „Es gibt kaum mehr einen Bauernhof in Oberösterreich, der keine PV-Module am Dach montiert hat. Das Interesse unserer Bäuerinnen und Bauern, Energie für sich und andere zu erzeugen, ist groß. Leider fehlen oft die notwendigen Leitungskapazitäten für einen weiteren Ausbau.“ Vor allem die 15 landwirtschaftlichen Fach- und Berufsschulen (LWBFS) hätten Vorbildwirkung. „Bereits 80 Prozent der Schulstandorte werden mit Energie aus erneuerbaren Quellen beheizt. 13 von 15 Schulen sind mit einer PV-Anlage ausgestattet.“

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