Denkmal- ist auch Klimaschutz

„Tag des Denkmals“ am Sonntag: 43 Standorte in Oberösterreich

Das malerisch über der Stadt Steyr gelegene Schloss Lamberg: Die vormals dreieckige Burganlage wurde nach einem Brand im 18. Jahrhundert umgebaut und erstrahlt heute im barocken Kleid.
Das malerisch über der Stadt Steyr gelegene Schloss Lamberg: Die vormals dreieckige Burganlage wurde nach einem Brand im 18. Jahrhundert umgebaut und erstrahlt heute im barocken Kleid. © ÖBf-Archiv

Der österreichweite Tag des Denkmals geht am Sonntag in die siebte Runde. Er ist der österreichische Beitrag zur europaweiten Initiative „European Heritage Days“, eine Zusammenarbeit des Europarates und der Europäischen Union.

Ganz unter dem Motto „Denkmal voraus“ soll dieses Jahr gezeigt werden, dass Klimaschutz und Denkmalschutz miteinander vereinbar sind: Es werden Denkmäler vorgestellt, deren Eigentümerinnen und Eigentümer sich für den Schutz unseres Klimas einsetzen.

Vergleich mit Neubauten

Denkmalgeschützte Gebäude schneiden im Vergleich zu Neubauten meist besser ab, wenn es um das Thema Umwelt geht. Abgesehen davon werden durch die Nutzung historischer Bauten weniger neue Baustoffe benötigt.

„Wie immer, wenn an den gewachsenen Denkmalbestand neue Anforderungen gestellt werden, wird sich zeigen, dass er viele davon sehr gut erfüllen kann — vorausgesetzt, es besteht die Bereitschaft, sich mit den Gebäuden, ihren Stärken und Schwächen auseinanderzusetzen und individuelle Lösungen zu finden“, erklärt Christoph Bazil, Präsident des Bundesdenkmalamtes. Der Tag des Denkmals soll dazu animieren, mehr auf die Umwelt zu achten. Auch das Erscheinungsbild von Kommunen wird von Denkmälern geprägt, weshalb es so wichtig ist, sich nachhaltig um deren Erhalt zu kümmern.

270 Kostbarkeiten

Am Sonntag können etwa 270 Denkmäler können österreichweit erkundet werden, davon 43 in Oberösterreich. 1999 wurde der Tag des Denkmals eingeführt, damals noch unter dem Motto „Kirchliche Denkmalpflege Österreichs“. Seit 2015 findet er einmal jährlich in ganz Österreich statt. Zu den Highlights in Oberösterreich zählt das Stift Schlägl in Aigen- Schlägl, das eine Führung durch das 800 Jahre alte Schloss und ein Chorgebet bereithält.

In Aschach öffnet die Kapelle im Schloss bei der Kunstausstellung „IN_BEWEGUNG: Über Zukunft in alten Räumen“ seine Pforten – 1700 Quadratmeter textile Flächen aus einer Kirche in Litauen und das Zusammenspiel von neuer Technik und alten Räumen. Im Stift St. Florian können sich Besucher und Besucherinnen von 13 bis 15 Uhr fachkompetent in Sachen „Papierkonservierung“ (Bücher, Briefe, Dokumente etc.) beraten lassen.

Mit der Gisela

Gustostückerl: Das Dampfschiff Gisela gehört zu den ältesten der Welt. Am Sonntag können Interessierte an einer Sonderfahrt am Traunsee teilnehmen und die Gisela hautnah erleben. Weiters werden eine Führung durch das Schloss Lamberg in Steyr, eine Zeitreise durch Schärding und eine Umweltschutzausstellung in Marchtrenk angeboten.

Alle Denkmäler sind am Tag des Denkmals kostenlos zu besuchen, das gesamte Programm ist unter tagdesdenkmals.at abrufbar.

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