Deponie in Ohlsdorf wartet auf Sanierung

Land OÖ, Gemeinden wollen Schadenersatz

Von Heinz Wernitznig

OHLSDORF/LINZ — Nach der juristischen Aufarbeitung der Grundwasserverseuchung von Ohlsdorf (Bez. Gmunden) mit zwei nicht rechtskräftigen Schuldsprüchen und einem Freispruch kommt die Sanierung der mit Pestiziden verseuchten Baurestmassendeponie in die heiße Phase. Bis Ende Jänner muss der frühere Betreiber dem Land OÖ ein Projekt vorlegen. „Für den November ist eine Präsentation angekündigt“, heißt es dazu auf VOLKSBLATT-Anfrage aus dem Büro des zuständigen Landesrats Rudi Anschober. Wie hoch die Kosten für die Sanierung ausfallen werden, lasse sich derzeit noch nicht abschätzen.

Auf den ehemaligen Betreiber dürften aber noch weitere finanzielle Belastungen zukommen. Nachdem im Strafprozess dem Land 292.000 Euro sowie den Gemeinden Ohlsdorf, Stadl-Paura und Schwanenstadt insgesamt 148.000 Euro als Privatbeteiligte nicht rechtskräftig zugesprochen wurden, müssen in einem Zivilverfahren noch Schadenersatzansprüche geklärt werden. Alleine die Beseitigung der Schäden hatte drei Mio. Euro gekostet.

Der Umweltskandal platzte 2014, als sich Bewohner von Ohlsdorf über einen modrigen Geschmack ihres Trinkwassers beschwerten. In der Folge konnte nachgewiesen werden, dass das Pestizid Clopyralid von der Deponie in die Erde gesickert war.