Der Assistent aus Japan

Takumi Plus heißt die neue Top-Version des Mazda CX-5, der in Sachen Assistenzsysteme und Ausstattung die fünf Insassen verwöhnt.

Jaja, wir leben in einer Zeit, in der man sich rundum verwöhnen lassen will. Auszeit in der Therme für ein Wochenende, die Pakete – und eventuell die Einkäufe – werden frei Haus geliefert, das wöchentliche Beauty-Paket gehört genauso dazu wie die Massage alle 14 Tage.

Schließlich ist die Arbeit stressig genug, den Freundeskreis will man ja auch nicht vernachlässigen und für die Kinder spielt man schon seit Jahren den persönlichen Chauffeur. Also warum nicht auch beim Auto das Verwöhnprogramm ausschöpfen, wenn es mittlerweile schon möglich ist?

Typenschein

Mazda CX-5 G194 AWD AT Takumi Plus

Preis: ab € 44.690,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 45.580,- inklusive Mica-/Metallic-Lackierung € 890,-; einen Mazda CX-5 (G165 Emotion) gibt es ab € 26.490,-
NoVA/Steuer: 15 %/ € 946,44 jährlich
Garantie: 3 Jahre bis max. 100.000 km, 3 Jahre Lackgarantie, 12 Jahre gegen Durchrostung
Service: alle 20.000 km oder jährlich

Technische Daten:
Motor: R4, 16V, Partikelfilter, 2488 cm³, 143 kW/194 PS bei 6000 U/min, max. Drehmoment 258 Nm bei 4000 U/min
Getriebe: Sechsgangautomatik
Antrieb: Allradantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 9,2 s
Leistungsgewicht: 8,48 kg/PS
MVEG-Verbrauch: 8,8/6,3/7,2 Liter
VOLKSBLATT-Testverbrauch: 8,2 Liter
CO2-Ausstoß: 164 g/km
NOx: 0,0092 g/km; Euro 6

Eckdaten:
L/B/H: 4550/1840/1675 mm
Radstand: 2700 mm
Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 1645/2140 kg
Kofferraum: 506-1620 Liter
Tank: 58 Liter (Benzin)
Reifen: 4 x 225/65 R17 102T auf 17“-Alus

Sicherheit:
Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/ACC/BSD/LKA
Airbags: 6

Eine Option ist etwa der Mazda CX-5, den die Japaner nun ab 44.690 Euro in der Top-Version Takumi Plus anbieten. Das 4,55 Meter lange SUV ist dabei umfangreich bestückt; die Serienausstattung umfasst unter anderem 17-Zoll-Alus, Lederlenkrad, 7-Zoll-Touchdisplay, Lederausstattung, Sitzheizung und -kühlung, Lenkradheizung, Navigationssystem, elektrisch einstellbare Vordersitze, LED-Scheinwerfer und -Innenbeleuchtung sowie Head-up-Display sowie elektronische Helferlein wie adaptiven Tempomat, Toter-Winkel-Warner, Verkehrszeichenerkennung, Spurwechsel- und Spurhalteassistent, Fernlichtassistent, Rückfahrkamera und Ausparkhilfe. Schade ist lediglich, dass die Infotainment-Einheit nur sehr träge startet und grafisch eher plump wirkt. Hier hat Mazda dringend Nachholbedarf.

Im Innenraum sorgen die braune Lederausstattung und der schwarze Dachhimmel für einen Hauch von Luxus. Hinzu kommen edle Dekorelemente in Holz-Optik, ein elektrisches Schiebedach, ein rahmenloser Innenspiegel und LED-Beleuchtung sowohl im Passagierabteil als auch im Kofferraum. Das Cockpit ist klar und logisch strukturiert, ins Auge stechen der frei stehende Bildschirm in der Mitte, die fünfeckigen Lüftungsdüsen sowie das filigran wirkende Lederlenkrad, in welches sich die Bedienschalter – beispielsweise für die Lautstärke oder den Bordcomputer – harmonisch integrieren. Das Raumgefühl ist opulent, auch im Fond herrschen fast schon fürstliche Platzverhältnisse vor und für das Verwöhngefühl sorgen darüber hinaus die Sitzheizung im Fond sowie die breite Mittelauflage samt Becherhaltern.

Abzüge muss der CX-5 für sein lautes, hoch drehendes Benzinaggregat in Kauf nehmen. Speziell im Sportmodus bringt der 194 PS starke Vierzylinder die Gänge richtig laut auf Touren. Wohl auch deshalb erweist sich das SUV als Schluckspecht, dessen Verbrauch sich bei der Acht-Liter-Marke einpendelt. Aufgrund seiner Höhe schaukelt der CX-5 seine maximal fünf Passagiere bei schnellen Lastwechseln gehörig durcheinander, dafür zeigen sich die Bremsen bissig, fein dosierbar und im Notfall unbarmherzig. In der Stadt zeigt sich der Japaner jedoch wendig und auf Überlandstrecken entwickelt der CX-5 genügend Power um noch rasch Überholmanöver durchführen zu können. Der Allradler zeigt sich darüber hinaus auch im leichten Gelände trittfest, obwohl er optisch nicht unbedingt als Offroader durchgeht – da sind die Plastikumrahmungen der Radhäuser eher optischer Natur, denn der CX-5 punktet hauptsächlich als stilsicheres Familienfahrzeug, mit dem der Familienurlaub (506 Liter Kofferraumvolumen und nahezu keine Ladekante) problemlos möglich ist. Bei Bedarf lässt sich die Rückbank (auch vom Kofferraum aus) im Verhältnis 60:40 umlegen, sodass ein nahezu ebener Gepäckraum mit 1620 Litern Fassungsvermögen zur Verfügung steht, wobei die elektrische Heckklappe nicht sonderlich weit aufschwingt.

Formschön ist der CX-5 auch. Das preisgekrönte Kodo-Design steht dem 1,675 Meter hohen Wagen gut. Die Proportionen passen, die relativ spitze Front mit ihren schmalen LED-Scheinwerfern mündet in eine prägnant geformte Motorhaube während die Dachlinie ab der B-Säule elegant abfällt. Das leicht ausgestellte Heck wirkt indessen bullig und wird vom mittig platzierten Mazda-Emblem und den spitz zulaufenden Rücklichtern beherrscht.

Fazit: Zum Großteil überzeugt der Mazda CX-5 Takumi Plus, weil seine Ausstattung einfach top ist, das Preis-Leistungs-Verhältnis schwer in Ordnung geht und die Fahreigenschaften passen. Abzüge muss er jedoch wegen seines hohen Verbrauchs und der trägen Elektronik hinnehmen.