„Der Aufstieg ist ein Thema“

Neo-Blau-Weiß-Trainer Goran Djuricin über Ziele, Linz und Prinzipien

Goran Djuricin (l.) gab schon in seiner ersten Einheit als Trainer des FC Blau Weiß Linz lautstark die Richtung vor.
Goran Djuricin (l.) gab schon in seiner ersten Einheit als Trainer des FC Blau Weiß Linz lautstark die Richtung vor. © Sportmediapics.com/Manfred Binder

Von Roland Korntner

„Ich glaube, dass er super zum Verein passt. Er ist ein richtiger Arbeiter, der Gas gibt, ein positiv emotionaler Typ“, erklärte mit David Wimleitner der Sport-Vorstand von Fußball-Zweitligist FC Blau Weiß die Entscheidung für Goran Djuricin als Neo-Coach. „Nachdem er bei Rapid durch die ‘Hölle Druck’ gegangen ist, kann er bei uns befreit arbeiten und zeigen, was er kann“, so Wimleitner am Mittwoch zum VOLKSBLATT, während er entspannt die erste Trainingseinheit unter Djuricin verfolgte. Danach stand der 44-jährige Wiener dem VOLKSBLATT Rede und Antwort. „Gogo“ Djuricin über …

… seine baldige neue Heimat:

„Ich kenne Linz sehr gut, habe mit der Cousine meiner Frau Verwandtschaft hier. Eine sehr schöne Stadt.“

… den ersten Eindruck von seiner neuen Mannschaft:

„Der ist sehr gut, auch wenn wir derzeit sieben Verletzte, wovon sechs Stammspieler sind, haben. Es ist Qualität vorhanden.“

… seinen Abstieg von der Bundesliga in die Zweite Liga:

„Ich freue mich auf diese Herausforderung, denn die Voraussetzungen sind für einen Zweitligisten sehr gut. Und ich freue mich über das Vertrauen, diese Mannschaft entwickeln zu können.“

… seine Spielidee:

„Gilt es, an den Klub anzupassen. Es ist für mich ganz wichtig, zu erfahren, wie der Verein, die Spieler und die Fans ticken. Dafür sind die sechs Wochen, die wir in dieser Saison noch haben, sehr wichtig und gut.“

… seine Prinzipien:

„Intensität ist mir wichtig, Professionalität ebenfalls. Die Spieler müssen bei 100 Prozent sein. Ich habe ihnen heute schon gesagt, dass es in einem kleinen Land wie Österreich nicht selbstverständlich ist, Profi sein zu dürfen.“ Das gelte es zu beherzigen.

… den Einbruch von Blau Weiß im Frühjahr:

„Das ist sicher kein Mentalitätsproblem, sondern den vielen Verletzungen geschuldet.“ Dazu komme eine gewisse Inkonstanz. „Das ist das Schwierige, eine ganze Saison vorne mitzuspielen, daran gilt es zu arbeiten.“

… den Aufstiegsverzicht des Klubs schon Ende Oktober:

„Es ist eine riesige Qualität, wenn man sich (wirtschaftlich/Anm.) richtig einschätzen kann.“

… seine Entscheidung für Blau Weiß:

„Ausschlaggebend war, dass der Verein Ziele hat, mittelfristig ist der Aufstieg ein Thema.“