Der Baum ist für „Luki“ das Ziel

Diskus-Ass Weißhaidinger ist bereit fürs erste internationale Kräftemessen der Saison

Lukas Weißhaidinger blickt der WM-Saison zuversichtlich entgegen.
Lukas Weißhaidinger blickt der WM-Saison zuversichtlich entgegen. © APA/Pfarrhofer

Spezielle Kraftgeräte um 130.000 Euro, spezielle Kameras, um ein Hologramm des Wurfes zu erstellen, modernste Einrichtung — die Trainingsinfrastruktur von Lukas Weißhaidinger lässt kaum Wünsche offen und doch spielt ein stinknormales Bäumchen die bedeutendste Rolle.

Dieses steht nämlich am Trainingsfeld in der Südstadt bei etwas über 70 Metern, der Traumweite eines jeden Diskuswerfers. Diese Marke wird nötig sein, will man bei Olympia 2020 in Tokio um Medaillen mitkämpfen, ist der Oberösterreicher überzeugt.

Heiß auf WM-Medaille

„Ich hab das Ziel jeden Tag vor Augen, lasse mich aber nicht unter Druck setzen“, erklärte Weißhaidinger bei seiner Saison-Eröffnungs-PK. Schmunzelnder Nachsatz: „Wenn ich die Marke übertreffe, werden wir dort einen schönen Baum setzen.“ Aber natürlich lassen sich die Ziele des EM-Bronzenen von 2018 für das heurige Jahr nicht auf einen Baum reduzieren.

Am 3. Mai kommt es bei der Eröffnung der Diamond League im klimatisierten High-Tech-Stadion von Doha zum ersten Kräftevergleich der Diskus-Weltklasse.

Das Finale der lukrativen Serie findet am 6. September statt. Dort will Weißhaidinger unbedingt dabei sein, startberechtigt sind die Top 8 nach vier Meetings.

Der 27-Jährige hofft zudem auf die Qualifikation für die Premiere des Länderkampfs Europa gegen die USA Mitte September.

Der Höhepunkt des Jahres steigt dann am 30. September mit der WM erneut in Doha. Die persönliche Vorgabe ist klar: „Die EM-Medaille soll nicht meine letzte Medaille gewesen sein.“

Die Basis dafür scheint gelegt, der im Vorjahr oft lädierte Knöchel ist wieder stabil, die Form passt, wie die 66,20 Meter (WM-Limit) bei tiefen Temperaturen beim Meeting in Schwechat zeigten. „Es gilt, die PS auf die Straße zu bringen.“

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