Der Beginn einer neuen Judo-Ära

Olympiasiegerin Bönisch gibt nun in Österreichs Team den Ton an

Yvonne Bönisch will Österreichs Judoka fit für Olympia- und WM-Medaillen machen.
Yvonne Bönisch will Österreichs Judoka fit für Olympia- und WM-Medaillen machen. © ÖJV/Schön

Den größten Tag ihrer Sportlerkarriere erlebte Yvonne Bönisch am 16. August 2004 in Athen, als sie als erste Deutsche Olympia-Gold holte — den bisher vielleicht bedeutendsten in ihrer Trainerlaufbahn vor drei Tagen am ÖJV-Bundesstützpunkt im Olympiazemtrum OÖ.

Da stand die 40-Jährige nämlich als erster weiblicher Headcoach für Herren- und Damen weltweit in der Judo-Halle. „Das war ein Riesenthema, das Feedback unglaublich positiv“, erzählte die Potsdamerin, die ein klares Ziel vor Augen hat: „Den Top-Kader verbreitern und die technisch-taktische Ausbildung verbessern, um Medaillen zu gewinnen.“

Sport-Landesrat Markus Achleitner, der sich mit einer Linzer Torte als verspätetes Geburtstagsgeschenk einstellte, versprach: „Wir werden für beste Bedingungen sorgen.“ Im Sommer erfolgt ein Ausbau der Judohalle um eigene Kraft- und Büroräume.

Lob von Filzmoser

Diese Zentralisierung, wie sie im Judo in Linz geschieht, sieht Bönisch als „definitiv den richtigen Weg für Nationen wie Österreich, um Spitzenleistungen zu erbringen“.

Die erste Chance zu solchen bietet sich beim Masters in Doha (11. bis 13. Jänner). Dort wird auch Sabrina Filzmoser um Olympia-Punkte kämpfen. Nach den ersten Einheiten war Österreichs „Grand Dame“ voll des Lobes für Bönisch, mit der sie eine langjährige Freundschaft verbindet: „Wir sind alle irrsinnig zusammengewachsen in den paar Tagen“, erzählte Filzmoser. Die 40-Jährige wird übrigens nach Doha entscheiden, ob doch eine Meniskus-OP am lädierten rechten Knie notwendig ist.

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Von Tobias Hörtenhuber

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