Der Griff nach der Führung

Weltcup-Titelverteidiger Hirscher fährt in Europa auf Angriff

Marcel Hirscher fährt in Val d'Isere um seinen 60. Laufsieg im alpinen Skiweltcup.
Marcel Hirscher fährt in Val d'Isere um seinen 60. Laufsieg im alpinen Skiweltcup. © AFP/Pennington

ÖSV-Skiheld Marcel Hirscher fehlen noch drei Weltcupsiege auf die heimische Bestmarke von Annemarie Moser-Pröll (62).

In Hirschers Lieblingsskiort Val d’Isere soll zunächst Sieg Nummer 60 her. Am Samstag 10/13 Uhr) steht ein Riesentorlauf auf dem Programm, am Sonntag (9.30/12.30, jeweils live ORF eins) ein Slalom. Ein Doppelerfolg ist ihm in den französischen Alpen übrigens noch nie gelungen.

Mit gutem Gefühl

Hirscher absolvierte nach zwei Tagen bei seiner jungen Familie auf der Reiteralm die Vorbereitung auf die beiden technischen Rennen. „Zwei Trainingstage sind nicht viel, um sich vom trockenen, aggressiven nordamerikanischen Schnee auf europäische Verhältnisse umzustellen“, meinte der Salzburger.

Sein Sieg im Levi-Slalom und der Beaver-Creek-Podestplatz geben Zuversicht: „Die Erkenntnis, dass ich sowohl im RTL als auch im Slalom vorne mitfahren kann, ist ein gutes Gefühl. Bewusst ist mir natürlich auch, dass in beiden Disziplinen viel Arbeit vor meinem Team und mir liegt.“ Das Programm ist dicht: In der letzten Rennwoche vor Weihnachten werden noch drei Riesentorläufe und ein Slalom gefahren.

Hirschers Konkurrenten versuchen auch in Europa wieder zu attackieren. Der Deutsche Stefan Luitz hatte am Sonntag die fast einjährige Siegesserie Hirschers im Riesentorlauf beendet und will nachlegen. Klar ist auch, dass der Norweger Henrik Kristoffersen wieder überaus „lästig“ sein wird.