Der LASK verzweifelte an Sturm und profitierte von Salzburger Hilfe

1:2-Niederlage gegen Grazer war fünftes Pflichtspiel in Serie ohne Sieg

LASK-Trainer Oliver Glasner (l.) hatte Referee Altmann einiges zu sagen, der zeigte sich aber unbeeindruckt.
LASK-Trainer Oliver Glasner (l.) hatte Referee Altmann einiges zu sagen, der zeigte sich aber unbeeindruckt. © APA/EXPA/Eisenbauer

Von Christoph Gaigg und Roland Korntner

„Ich werde bis zum Ende der Saison zu 100 Prozent für den LASK da sein“ — dieses Versprechen hat Noch-Trainer Oliver Glasner beim 1:2 gegen den SK Sturm eingelöst. Denn derart emotional hatte man den designierten Wolfsburg-Coach selten erlebt. So trat er bei einem Sprint zum vierten Offiziellen bei einem verweigerten Elfer nach Victor-Schwalbe ebenso in Szene (40.), wie mit einem wütenden Tritt gegen die Trainerbank (45.) oder einem verärgerten Gang zu Schiedsrichter Altmann nach dessen Pausenpfiff.

Am fünften Pflichtspiel ohne Sieg in Serie änderte das nichts. Weil die Athletiker großteils sehr ungenau agierten und auch im Pressing nicht immer die gewohnte Konsequenz an den Tag legten. Wie etwa beim 0:1, als Ullmann nicht mitmachte, sich die Grazer dadurch befreien konnten und Jantscher (aus Abseitsposition) einschob (61.). Das 0:2 durch Pink war dann einem schweren Schlager-Patzer geschuldet (74.). Der LASK hatte in Hälfte eins durch Klauss gute Möglichkeiten, der Anschluss von Michorl kam zu spät (93.). Das Beste an diesem Abend: Salzburg gewann gegen den WAC spät mit 3:1, der Vorsprung des LASK auf den Dritten aus Wolfsberg bleibt so bei sechs Punkten.

In Sachen Trainersuche erklärte der sportliche Berater Jürgen Werner: „Wir werden den neuen Trainer erst am Ende der Saison bekannt geben, auch aus Respekt gegenüber unserem jetzigen Trainer.“ Werner bestätigte aber, „einen Namen im Kopf zu haben.“ Es deutet viel darauf hin, dass es sich dabei, wie berichtet, um WAC-Coach Christian Ilzer handelt.

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