Der Medaillentraum lebt trotz „blauem Auge“

LA: Weißhaidinger zitterte sich ins Diskus-EM-Finale

Etwas ratlos war Lukas Weißhaidinger nach der Quali, im Finale will er heute aber trotzdem voll angreifen.
Etwas ratlos war Lukas Weißhaidinger nach der Quali, im Finale will er am Mittwoch aber trotzdem voll angreifen. © OÖC/GEPA

Der Riese wackelte, fiel aber nicht — mit nur 62,26 Metern (im dritten und letzten Versuch) qualifizierte sich Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger als Elfter für das EM-Finale der Top 12 am Mittwoch (20.20/live ORF Sport +). „Woran es genau gelegen ist, kann ich nicht sagen. Da bin ich selbst dran schuld. Ich habe mich super gefühlt. Ich war nicht nervös, habe mich gefreut auf den Wettkampf. Der Kreis war super, es ist ein super Stadion“, war der 26-jährige Oberösterreicher etwas ratlos, um danach aber wieder in den Angriffsmodus überzugehen. „Im Finale will ich zeigen, was ich wirklich kann.“ Neben Siebenkämpferin Ivona Dadic ist Weißhaidinger, Nummer drei der Europarangliste, der heißeste Kandidat des ÖLV auf Edelmetall. Er könnte für die erst dritte Freiluft-EM-Medaille von Österreichs Herren sorgen, für die erste seit 1990 (Hermann Fehringer/Bronze im Stabhochsprung).

Wie schwierig die Diskus-Quali war, zeigt die Tatsache, dass nur fünf Athleten die fixe Qualifikationsweite von 64 Metern schafften und prominente Namen scheiterten. Rio-Olympiasieger Christoph Harting (D) fehlt im Finale ebenso wie Titelverteidiger Piotr Malachowski (POL). „Sagen wir, wir sind mit einem blauen Auge ins Finale gekommen“, schnaufte Trainer Gregor Högler durch. Topfavorit auf Gold ist nach 67,07 m Daniel Stahl (SWE).