Der nächste Meilenstein auf dem Weg in die Motorrad-Königsklasse

Jakob Rosenthaler vertritt Österreich heuer im Red Bull Rookies Cup

Jahrelang mit Nummer 96 unterwegs, ziert künftig die 78 das neue Renngefährt von Jakob Rosenthaler, das er dieses Wochenende in Portimao zum allerersten Mal testen darf.
Jahrelang mit Nummer 96 unterwegs, ziert künftig die 78 das neue Renngefährt von Jakob Rosenthaler, das er dieses Wochenende in Portimao zum allerersten Mal testen darf. © Racing Team Rosenthaler

Als erster Österreicher seit Lukas Trautmann 2013 gibt Jakob Rosenthaler (Racing Team Rosenthaler) heuer im Red Bull Rookies Cup Vollgas.

Der Linzer gilt als eines der größten Zukunftsasse auf dem Motorrad und ist erst der vierte rot-weiß-rote Fahrer, der in dieser Rennserie sein Können zeigen darf.

„Es ist eine Riesenchance für mich. Ich werde versuchen, alles zu geben, um Österreich gut zu vertreten“, versprach Rosenthaler, der im Mai seinen 15. Geburtstag feiert.

Dieses Wochenende steigen die ersten Testfahrten in Portimao (POR), ehe es nächste Woche an selber Stelle mit den ersten beiden Rennen losgeht.

„Ich bin schon ein bisschen aufgeregt, aber ich freue mich schon sehr. Ich werde viel lernen können“, meinte Rosenthaler.

Der Rookies Cup, bei dem alle Piloten mit einer KTM RC 250 R an den Start gehen, gilt als Vorstufe für die Moto 3. Unter den Ex-Teilnehmern der von Mastermind Gustl Auinger betreuten Serie finden sich klingende Namen wie MotoGP-Champion Joan Mir, Johann Zarco oder die KTM-Piloten Brad Binder und Miguel Oliveira.

Viel Neuland

Heuer messen sich 26 Fahrer aus 15 Nationen, gefahren werden 14 Rennen auf sieben Strecken im Rahmen der MotoGP. Rosenthaler betritt dabei viel Neuland: Auf dem Sachsenring und dem Red-Bull-Ring durfte er schon Rennerfahrung sammeln, auf den Kursen in Portimao, Mugello (ITA), Jerez, Aragon (beide ESP) und am Kymi Ring (FIN) wird der HTL-Schüler erstmals seine Runden drehen.

„Ich möchte schauen, dass ich gut reinkomme, voll dabei bin und dann mit den Schnellsten gut mitfahren kann“, hat sich der ehrgeizige Oberösterreicher für seine Premierensaison einiges vorgenommen.

In den vergangenen Jahren ging es für den Vollblutsportler, zugleich Fußball-Nachwuchstorhüter bei der DSG Union Pichling, steil bergauf. 2019 war er Supermoto-Jugendstaatsmeister und Rennsieger im ADAC Mini Bike Cup, es folgte die Nominierung für den Northern Talent Cup, wo er einmal auf Rang zwei raste und Gesamt-Sechster wurde. Der Traum von der MotoGP lebt nun mehr denn je.

Von Christoph Gaigg

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