Der Platz an der Sonne ist für Hofer in Eberstalzell

Frühere Photovoltaikfabrik wurde zum Innovationszentrum umgebaut Mehr als zehn Millionen Euro investiert – Fokus auf Digitalisierung

Das Kompetenzzentrum zeichnet sich durch Begegnungszonen und Projektflächen aus, wovon sich auch Günther Helm (Hofer), Franz Staberhofer (FH OÖ), LH Thomas Stelzer und LH-Stv. Michael Strugl (kl. Bild v. l.) überzeugen konnten.
Das Kompetenzzentrum zeichnet sich durch Begegnungszonen und Projektflächen aus, wovon sich auch Günther Helm (Hofer), Franz Staberhofer (FH OÖ), LH Thomas Stelzer und LH-Stv. Michael Strugl (kl. Bild v. l.) überzeugen konnten. © Hofer

Mehr als zehn Millionen Euro investierte der Lebensmittelhändler Hofer in eine ehemalige Photovoltaikfabrik in Eberstalzell und baute diese zum 20.000 Quadratmeter großen Innovationszentrum für den Konzern um. Aktuell sind es 150 Mitarbeiter, vornehmlich aus dem IT-Bereich, in den nächsten Jahren sollen es knapp 400 sein. Laut Hofer-Generaldirektor Günther Helm steht die Digitalisierung und dort insbesondere die Zukunft der Logistik im Fokus, und zwar für die gesamte Aldi-Süd-Kette. Denn: „Wer die Lieferkette im Handel versteht, dominiert das Geschäft und kann diese Kostenvorteile an seine Kunden weitergeben“, ist sich Helm sicher. Daher ist Hofer vor Ort auch „Leadpartner“ der Fachhochschule (FH) Oberösterreich, die dort im Vollausbau mit 50 Mitarbeitern einziehen wird. Das Zentrum teilt sich in zwei Areale: Der Work Space für Hofer-Mitarbeiter inklusive Hochsicherheitstrakt für die Entwicklung von Hofer-Filialen der Zukunft und der Raum für Lehre und Forschung der FH Oberösterreich sowie für Zusammenarbeit mit weiteren Partnerfirmen.

FH-Lehrgang ab Oktober

bezahlte Anzeige

Die FH wird die Räumlichkeiten bereits ab 1. Oktober unter anderem für einen neuen Studiengang „Digitales Transport- und Logistik-Management“ mit anfangs 20 Studierenden nützen. Dabei geht es um die digitale Vernetzung der Güter- und Transportwege. Mit diesem Thema ist die FH Oberösterreich auch europaweit Vorreiter. Lediglich in Schweden gibt es einen ähnlich gelagerten Studiengang.

Landeshauptmann Thomas Stelzer bezeichnete bei einem Pressegespräch das Zentrum als „Kompetenz-Hub zum Thema Handel der Zukunft, mit dem neue Maßstäbe gesetzt werden“. Für Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl ist das Innovationszentrum „eine der modernsten Arbeitsflächen Österreichs und zugleich ein Ort der Begegnung, der Wissensvermittlung und der zukunftsweisenden, projektbezogenen Lösungsfindung“.

ok