Der Spielplan als Rieder Vorteil

Bis Runde 26 spielen Innviertler sechs von sieben Mal vor Klagenfurt

Reuben Acquah & Co. wollen heute mit einem Sieg in Graz Aufstiegskonkurrent Klagenfurt unter Druck setzen.
Reuben Acquah & Co. wollen heute mit einem Sieg in Graz Aufstiegskonkurrent Klagenfurt unter Druck setzen. © GEPA/HPYBET

„Wenn du gewinnst, ist es weder Vor- noch Nachteil“, meinte SV-Ried-Trainer Gerald Baumgartner nicht ganz zu Unrecht über die Tatsache, dass sein Team in den ersten sieben Runden nach der Corona-Pause gleich sechs Mal vor Verfolger Klagenfurt antritt. Nachsatz: „Wenn du mich persönlich fragst, spiele ich lieber vor als nach.“

Zum Re-Start konterten die Kärntner das 3:1 des Leaders gegen Lafnitz mit einem mühevollen 3:2 gegen Kapfenberg. Diesmal haben die Innviertler die Chance, den Vorsprung am Mittwoch (18.30) beim GAK auf elf Punkte auszubauen. Klagenfurt muss Tags darauf (10.30) bei Blau Weiß Linz nachlegen.

Bei einem Ried-Sieg ist der Druck enorm, denn alles andere als drei Punkte wäre wohl die Entscheidung im Titelkampf — eine Tatsache, bei der die Füße schon mal schwer werden können. „Psychologisch ist Vorspielen definitiv ein Vorteil“, ist Blau-Weiß-Sportchef Tino Wawra überzeugt. Das Team des Ex-Rieders könnte dem Lokalrivalen also einen großen Dienst erweisen, wozu allerdings eine deutliche Leistungssteigerung zum 0:3 bei den „Jung-Veilchen“ nötig sein wird. „Ich erwarte eine Reaktion, hoffe, dass wir als Mannschaft einen Schritt weiter sind.“ Wawra kündigte drei bis vier frische Kräfte in der Startelf an.

„Schauen nur auf uns“

Natürlich hoffen die Rieder auf Schützenhilfe aus Linz, aber: „Wir schauen nur auf uns, können den Gegner nicht beeinflussen“, meinte Baumgartner, der dementsprechend nichts dem Zufall überlässt. Trotz Corona-Krise reiste man schon gestern nach Graz, am Mittwoch wird nochmals locker trainiert. „Wir sind relativ alleine im Hotel, müssen natürlich Abstand zu den Angestellten halten, werden nicht spazieren gehen“, erzählte Baumgartner zum Aufenthalt. Innenverteidiger Balakiyem Takougnadi steht nach seiner Verletzung wieder zur Verfügung.

Vorwärts Steyr empfängt am Mittwoch den SV Horn, die Juniors OÖ müssen zu Cup-Finalist Austria Lustenau (jeweils 18.30).

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