Der Stoff, aus dem die Zukunft ist

Rektorin Brigitte Hütter forciert an der Kunstuni das Thema Nachhaltigkeit

Brigitte Hütters Amtszeit wurde gerade bis 2027 verlängert.
Brigitte Hütters Amtszeit wurde gerade bis 2027 verlängert. © Gerhard Gruber

„Wir stehen am Ende eines erfolgreichen Semesters, das die Rückkehr zur Normalität des Universitätsbetriebs nach zwei Jahren Pandemie und Lockdowns gebracht hat“, sagte Brigitte Hütter im Rahmen eines Hintergrundgespräches am Dienstag.

In diesem zog die, wie berichtet, erst kürzlich in ihrem Amt bis 2027 verlängerte Kunstuni-Rektorin auch Bilanz über ihre erste Amtszeit — Hütter wurde 2019 eingesetzt — und gab einen Ausblick auf aktuelle Projekte.

Budgetsteigerung

In budgetärer Hinsicht ist bemerkenswert, dass die Kunstuni unter Hütter die größte Budgetsteigerung aller Kunstuniversitäten erreichen konnte, konkret von 73 Millionen Euro auf 81 Millionen Euro für 2022 bis 2024.

2023 feiert die Kunstuni ihr 50-jähriges Bestehen als Hochschule, das im nächsten Jahr ausführlich gefeiert werden soll. 1947 als Kunstschule gegründet, befindet sie sich seit 2000 in Universitätsrang. Rund 1400 Studenten und eine steigende Anzahl an Anmeldungen verzeichnet die Hochschule aktuell.

Dass 38 Prozent der Studierenden aus dem Ausland kommen, macht sie auch zur internationalsten unter den heimischen Unis. Nach 20 Jahren hat man sich nun auch wieder ein neues Design für den eigenen Auftritt verpasst.

Großes Augenmerk wird an der Kunstuni auf Nachhaltigkeit gelegt. Das zeigen nicht nur Projekte zum Thema nachhaltige Architektur oder die Entwicklung von Biomaterialien etwa der Zucht einer Hose aus Meeralgen und Tang am Institut für Fashion & Technology.

Um solche zukunftsträchtigen Forschungen und Ergebnisse zu ermöglichen, wurden sehr durchlässige Strukturen geschaffen: So genannte Co.Labs etwa sind Experimentierräume, in denen fächerübergreifend zusammengearbeitet wird. Praxisnah agiert wird auch im Rahmen von Kooperationen mit Industrie und Wirtschaft mit Partnern wie Fronius, BMW oder der Voestalpine.

Gut aufgestellt ist die Linzer Kunstuni ebenso in Sachen Frauenquote. Unter den Lehrenden hält man derzeit bei einem Frauenanteil von 54 Prozent. Auch an der Sichtbarkeit nach außen wird gearbeitet, wie die aktuelle Ausstellung in den Arkaden der Brückenkopfgebäude und demnächst auch der traditionelle Rundgang zeigen, im Rahmen dessen Arbeiten präsentiert werden, die im Laufe des Studienjahres entstanden sind. mel

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