Der Teuerung ein Schnippchen schlagen

Energie gespart werden kann in vielen Bereichen – Energiesparverband weiß, wie

Inflation und Teuerung spürt man mittlerweile ordentlich im Geldbörserl: Energie, Nahrung, Verbrauchsgüter — kurz gesagt, das ganze Leben — wird teurer! Wer seinem Konto etwas Gutes tun will, der sollte besonders auf seinen Energieverbrauch achten. Der Energiesparverband OÖ hat im wahrsten Sinne wertvolle Tipps parat.

Autofahren

Hier lässt sich schon alleine durch langsameres Fahren Sprit und Geld sparen. Außerdem: Niedrigtourig fahren, also möglichst früh in den höheren Gang schalten, unnötiges Bremsen oder Gas geben verschwendet Energie. Motor ab 20 Sekunden Stehzeit ausschalten. Je schwerer das Auto ist, desto mehr Energie muss zur Fortbewegung verwendet werden. Ist es wärmer als 20 Grad nicht randvoll tanken. Der Treibstoff dehnt sich aus und rinnt durch die Entlüftungsschläuche aus. Wer Leichtlauföle nutzt, spart Kraftstoff (etwa 70 Euro pro Jahr). Kurzstrecken kommen besonders teuer. Einen hohen Spritverbrauch verursachen auch Klimaanlagen. Regelmäßige Wartung und Reifendruck kontrollieren.
Achtung: Ein elektrisches Garagentor verbraucht auch im Standby Strom — bei alten Toren bis zu 350 kWh im Jahr.

Heizen

Die Wohnung kurz und kräftig lüften, Fenster im Winter nicht ständig kippen, Heizkörper nicht durch Vorhänge, Möbel oder Heizkörperverbau verdecken, Tür- und Fensterfugen abdichten, Raumtemperatur senken (z. B. auf 20°C, 1°C weniger bedeutet eine Einsparung von bis zu 6 Prozent), bei längerer Abwesenheit und in der Nacht Temperatur senken wo möglich. Elektrische Zusatzheizungen, wie Elektroradiatoren oder Heizstrahler sollten sparsam, besser gar nicht, benutzt werden, Türen zu weniger geheizten Räumen (Abstellraum, Stiegenhaus, Schlafzimmer) schließen. Thermostatventil bei Heizkörper einbauen.

Stromfresser

Nicht benötigtze Elektrogeräte im „Standby“ lassen, heißt Strom verbrauchen. Betroffen sind v. a. Fernseher, Computer, Spielekonsolen, Radiogeräte, Ladegeräte für Handys und PCs, Radiowecker, Schnurlostelefone, Anrufbeantworter, Espressomaschinen. Man erkennt den Standby-Verbrauch etwa an Kontrolllämpchen, Zeitanzeigen oder einem warmen Netzteil. Wichtig ist daher, die Geräte ganz abzuschalten. Mit schaltbaren Steckerleisten können gleich mehrere Geräte vom Strom genommen werden. Nützlich sind auch Zeitschaltuhren.

Waschen

Richtige Waschtemperatur wählen: Beim 60°-Programm wird 85 Prozent des Stromverbrauchs für das Aufheizen benötigt. Die Waschtemperatur daher möglichst niedrig wählen: 30°C oder 40°C, seltener 60°C, der Kochwaschgang ist nur manchmal erforderlich. Waschmaschine und Trockner nur voll befüllt einschalten. Bei halber Beladung ist zwar der Wasser- und Stromverbrauch geringer als bei Vollbeladung – aber nicht um die Hälfte. Bei normal verschmutzter Wäsche auf die Vorwäsche verzichten. Wäsche, wenn möglich, an der Luft und nicht in der Wohnung trocknen. Bei Verwendung eines Trockners Wäsche gut schleudern.

Home-Office

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Computerbildschirm bei längeren Pausen abschalten, wird der PC nicht gebraucht, vollständig ausschalten. Energiesparfunktion nutzen, etwa Standby verkürzen. Zusatzgeräte abschalten: Lautsprecher, Webcams, externe Festplatten, USB-Sticks, Drucker, Scanner und andere Geräte bei Nichtverwendung abschalten. Oft laufen auch das ADSL-Modem und der WLAN-Router 24 Stunden am Tag. Diese Geräte können ganz einfach durch eine Zeitschaltuhr oder eine schaltbare Steckerleiste vom Netz getrennt werden.

Beleuchten

Zuallererst: Licht abdrehen, wenn es nicht gebraucht wird. Beim Kauf von Lampen LEDs bevorzugen. Bei Halogenbeleuchtung auch die Trafos abschalten bzw. schaltbare Steckerleiste verwenden. Beim Kauf von LED-Lampen sollte auf die Lumen-Angaben geachtet werden. Lumen (lm) gibt die Lichtleistung an, also wie hell eine Lampe ist.
Auch für Haushaltslampen gibt es das Pickerl, effizienteste Lampen weisen die Klasse A++ auf.

Kühlen/Gefrieren

Geräte nicht zu kalt einstellen (bei 6 Grad kühlen, bei -18 Grad gefrieren). Nur abgekühlte Speisen kühlen. Geräte sollten nicht neben Herd oder Heizkörper stehen. Kühlen ist billiger als gefrieren. Türdichtungen kontrollieren (Eis weist auf Undichtigkeit hin), bei Einbaugeräten Lüftungsgitter frei halten und regelmäßig reinigen.

Kochen & Backen

Beim Kochen und Backen die Restwärme nutzen und 5 bis 10 Minuten früher abschalten. Deckel auf Topf oder Pfanne geben. So oft wie möglich den Wasserkocher benutzen – spart Strom. Vorheizen im Rohr nur wenn unbedingt erforderlich. Backen mit Umluft ist sparsamer als Ober- und Unterhitze. Regelmäßig entkalken (Wasserkocher, Kaffeemaschine) und reinigen (Dunstabzugsfilter). Kaffeemaschine nicht zum Warmhalten verwenden.

 

Auch das sollte man wissen

  • Wer ohne Deckel kocht, verschwendet bis zu 30 Prozent Energie.
  • Kaffeemaschine, Wasserkocher, etc. regelmäßig entkalken, hilft Strom einzusparen.
  • Vollbeladene Geschirrspüler sind sparsamer als Handwäsche.
  • Kühl- und Gefrierschränke nicht zu kalt einstellen (Stufe 1 reicht meistens, 6°C bei Kühlschrank, -18° bei Gefrierschrank).
  • Im Kühlschrank werden durch zu niedrige Temperaturen bis zu 15 Prozent Energie vergeudet.
  • Wäsche nicht zu warm waschen. Normal verschmutzte Wäsche wird auch bei 30°C oder 40°C sauber.
  • Wäsche, wenn möglich, nicht mit dem Trockner trocknen.
  • Energiesparfunktion beim PC einschalten (unter Einstellungen/Systemsteuerung).
  • Warmwasserboiler nicht mehr als 60°C einstellen.
  • Ein Grad weniger Raumtemperatur spart bis zu 6 Prozent Energie beim Heizen.
  • Heizkörper entlüften spart Geld – die Luft in der Leitung kann bis zu 15 Prozent mehr Energie kosten.
  • Dauerhafter Standby-Betrieb verursacht unnötige Stromkosten. Einfache Stromsparmaßnahme: Ausschalten bei Nichtgebrauch, werden mehrere Geräte genutzt, können schaltbare Steckerleisten genutzt werden.
  • Rund 12 Prozent des Stromverbrauchs im Haushalt können alleine bei Elektrogeräten eingespart werden.
    Augen auf beim Gerätekauf – das Energie-Pickerl hilft, Kosten & Energie zu sparen.
  • Duschen ist billiger als baden.
  • Durch einen tropfenden Wasserhahn gehen bis zu 2000 Liter pro Jahr verloren.
  • Im Auto gleiten statt hetzen spart beispielsweise pro 100 Kilometer bis zu drei Liter Benzin

Energiesparverband berät und hilft

Diese Energiespartipps und noch viel mehr gibt es auf der Homepage des Energiesparverbandes OÖ (ESV) unter
www.energiesparverband.at. Dort finden sich auch Informationen bzw. Tipps für den Kauf neuer Geräte und Folder und Broschüren zum Downloaden.
Die Experten führen zudem Energieberatungen durch. Wer wissen will, wie viel Strom er verbraucht, kann sich ein Strommessgerät ausleihen. „Grundsätzlich können alle sparen — und mit kleineren oder größeren Maßnahmen einen Beitrag zur Energiewende leisten“, sagt ESV-Geschäftsführer Gerhard Dell: „Wer viele kleine Tipps beherzigt, kann im Schnitt bis zu zehn Prozent seiner Energiekosten einsparen.“

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