Der Vorbote für den Horrorfilm

Oö. Regisseur Daniel Prochaska mit Kinodebüt „Das schaurige Haus“

Mit so kleinen Gespenstern hält Daniel Prochaska sich in „Das schaurige Haus“ nicht lange auf ...
Mit so kleinen Gespenstern hält Daniel Prochaska sich in „Das schaurige Haus“ nicht lange auf ... © Filmladen

Es hat ihn für seinen ersten Kino-Spielfilm nach Kärnten gezogen, geboren wurde Regisseur Daniel Prochaska 1983 in Bad Ischl. Die Welt des Films wurde ihm da fast in die Wiege gelegt, ist sein Vater doch Andreas Prochaska, vielfach ausgezeichneter Filmemacher, der u.a. für „In 3 Tagen bist du tot“, „Das finstere Tal“ und die Sky-Serie „Das Boot“ verantwortlich zeichnet.

Vom „Blutgletscher“ zum Austro-„Tatort“

Ins Filmgeschäft eingestiegen ist Daniel Prochaska als Filmeditor — und wurde für seine Arbeit am Schnitt für Marvin Krens „Blutgletscher“ für den Österreichischen Filmpreis nominiert. Inzwischen hat der 37-Jährige auch in Sachen Regie einiges an Erfahrung anzubieten, hat u.a. eine Stadtkomödie und einen Landkrimi gedreht. Mitten in die beginnende Corona-Pandemie fiel seine Arbeit mit Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer am Austro-„Tatort“ „Unten“. Inzwischen wurde der fertiggedreht und soll noch kommendes Jahr über den TV-Bildschirm laufen.


„Das schaurige Haus“ nach dem gleichnamigen Roman von Martina Wildner ist ab dieser Woche — passend zu Halloween oder Allerheiligen — in den Kinos zu sehen und wendet sich an ein Publikum ab zehn Jahren. „Es war schnell klar, dass die Geschichte aus der Sicht der Kinder erzählt werden soll“, sagt Prochaska. Und so stehen Hendrik (León Orlandianyi), Eddi (Benno Rosskopf), Ida (Marii Weichsler) und Fritz (Lars Bitterlich) auch im Mittelpunkt der Handlung. Hendrik und Eddi ziehen mit ihrer Mutter (Julia Koschitz) von Deutschland in ein Kärntner Dorf an der slowenischen Grenze. Nicht nur die Sprachen geben den Burschen Rätsel auf, auch das Haus scheint sich gegen sie verbündet zu haben. Eine Mutter soll einst ihre beiden Söhne hier ermordet und dann Suizid begangen haben.

Obwohl für Kinder gedacht und — wenn nervenstark genug — auch geeignet, lässt es Prochaska in Sachen Grusel und Horror schon krachen. Wenn die Geister der Vergangenheit nicht ruhen wollen, wird das mit durchaus erschreckenden Momenten zelebriert. „Mit ,Das schaurige Haus’ wollten wir einen Gruselfilm als Vorboten für den richtigen Horrorfilm kreieren“, sagt Prochaska: „Nachdem es aus Österreich noch keinen Gruselfilm für Kinder gibt, war dies bestimmt die größte Herausforderung für uns.“

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Sonst folgt der Film bekannten Strukturen: Vier Kinder/Jugendliche lösen ein Rätsel (und/oder einen Kriminalfall), begegnen dabei überspitzten Charakteren und finden darüber Freundschaft und auch ein bisschen Liebe.

von Mariella Moshammer

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