Deutlicher Rückgang bei Voranmeldungen zur Kurzarbeit

Mit dem weitreichenden Wegfall der Corona-Einschränkungen wird zunehmend auch die Kurzarbeit weniger in Anspruch genommen. Anfang Juni waren 28.067 Personen zur Kurzarbeit vorangemeldet, das entspricht im Wochenvergleich einem Rückgang von kräftigen 45 Prozent.

Darüber hinaus ist auch die Zahl der Arbeitslosen weiter rückläufig: Aktuell sind 302.081 Personen arbeitslos oder in Schulung – um rund 8.000 Personen weniger als in der Vorwoche, teilte das Arbeitsministerium mit.

Die Entwicklung zeige, „dass die Kurzarbeit immer weniger benötigt wird, um Arbeitsplätze aufgrund exogener Einflussfaktoren abzusichern“, sagte Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher (ÖVP) am Dienstag in einer Aussendung. Mehr als 60 Prozent der Kurzarbeitsvoranmeldungen würden mittlerweile die Warenherstellung betreffen, in einst krisengebeutelten Branchen wie dem Tourismus und dem Handel seien die Zahlen mittlerweile sehr gering. Zuletzt habe man den Fokus auf besonders von der Krise betroffene Unternehmen gerichtet, das spiegle sich nun in den Zahlen, erklärte Kocher.

Generell soll der Einsatz der Maßnahme weiter zurückgeschraubt werden. Ab Juli werde es für jeden neuen Kurzarbeitsantrag eine arbeitsmarktpolitische Prüfung geben, betonte Kocher. „Ziel ist es, dass die Kurzarbeit als Kriseninstrument nur noch in ganz spezifischen Fällen zur Anwendung kommt.“

Bei den Arbeitslosenzahlen setzte sich der zuletzt positive Trend weiter fort. Derzeit befinden sich 230.587 Personen auf Jobsuche, 71.494 Personen nehmen an Schulungsmaßnahmen teil. „Das bedeutet, dass die Zahl der beim AMS arbeitslos gemeldeten Personen inklusive Schulungsteilnehmerinnen und Schulungsteilnehmern im Wochenvergleich mit einer Abnahme von 8.245 Personen erneut deutlich gesunken ist“, so der Minister.

Bedeutend niedriger ist die aktuelle Zahl der Arbeitslosen auch im Vergleich zu den beiden Vorjahren. Anfang Juni 2021 befanden sich um 75.654 Personen mehr in Arbeitslosigkeit oder in Schulung. Im Vergleichszeitraum des ersten Corona-Jahres 2020 war der Wert sogar um 194.241 Personen höher. Selbst im Vorkrisenjahr 2019 waren 31.808 Personen mehr ohne Job, hieß es in der Aussendung.

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