Deutsche Fußball-Bundesliga: Alaba & Co. verzichten wegen Coronavirus auf Teil ihrer Gehälter

Robert Lewandowski (l.), David Alaba (M.) und Alphonso Davies. © AFP/Kirk

Auch die Stars der deutschen Fußball-Bundesliga verzichten in Folge der Corona-Krise auf Teile ihres Gehalts. Bei Bayern München sind die Spieler und Verantwortlichen nach dpa-Informationen damit einverstanden, dass ihre Bezüge um 20 Prozent reduziert werden.

In schwierigen Zeiten will auch der Meister damit ein Zeichen der Solidarität setzen und drohende Nachteile für Club-Mitarbeiter vermeiden.

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Bei Borussia Dortmund sollen die Profis ebenfalls auf 20 Prozent ihres Grundgehaltes verzichten, wenn keine Fußballspiele stattfinden. Ein Abschlag von zehn Prozent wäre dem Vernehmen nach bei Spielen ohne Zuschauer fällig. Zuletzt hatte schon die Dortmunder Führung freiwillig auf einen Teil ihres Gehaltes verzichtet, auch Trainer Lucien Favre soll dazu bereit gewesen sein.

Die Bayern-Profis Joshua Kimmich und Leon Goretzka hatten bereits mit ihrer Initiative „We kick Corona“ den Start-Betrag von einer Million Euro gespendet. Nach wenigen Tagen schlossen sich viele Fußballprofis und Privatspender den Nationalspielern an und spendeten insgesamt mehr als drei Millionen Euro. Dem Spielerrat der Bayern gehört auch David Alaba an.

Gladbach machte den Anfang

Den Anfang des Gehaltsverzichts in der Bundesliga hatte in der vergangenen Woche Borussia Mönchengladbach gemacht. „Ich bin sehr stolz auf die Jungs“, erklärte Manager Max Eberl. Trainerstab sowie Direktoren und Geschäftsführer hätten sich dem Beispiel der Spieler angeschlossen. Gleiches gilt für Mainz 05, wo sogar Betreuer und Zeugwart Gehaltsreduzierungen freiwillig hinnehmen.

Bei anderen Clubs wie beispielsweise RB Leipzig, 1. FC Köln, Werder Bremen und Schalke 04 seien Spieler, Trainer und Manager auch bereit, auf einen Teil ihrer Bezüge zu verzichten. „In der Frage der Gehälter kam schon vor einigen Tagen das erste Signal von unserer Profimannschaft“, berichtete Schalke-Vorstand Alexander Jobst der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Dienstag). Das Maßnahmenpaket soll helfen, die Arbeitsplätze der rund 650 Mitarbeiter zu erhalten. Doch auch in diesem Bereich drohen Veränderungen. „Es ist eine konkrete Überlegung, Kurzarbeit zu beantragen“, kommentierte Jobst.

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