Deutsche Reisewarnung: Wichtigster Auslandsmarkt für oö. Tourismus

Die von Deutschland verhängte Reisewarnung betrifft den wichtigsten ausländischen Herkunftsmarkt des oberösterreichischen Wintertourismus: Rund 18 Prozent aller Nächtigungen in der Wintersaison entfallen in dem Bundesland auf deutsche Gäste.

Gemessen an der Zahl der ausländischen Nächtigungen sind die Deutschen mit 45 Prozent die wichtigste Gruppe. Die Niederländer – hier gibt es ebenfalls ein Reisewarnung – machen nur 1,4 Prozent der Nächtigungen aus.

Die aktuelle Einstufung sei bedauerlich und würde die Branche im Bundesland massiv betreffen, so Tourismuslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) in einer Presseaussendung.

Er wies aber darauf hin, dass traditionell einheimische Gäste für die meisten Nächtigungen in Oberösterreich verantwortlich seien. Man wolle daher auch in diesem Winter „ganz stark auf Gäste aus dem eigenen Land“ setzen.

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Der Landesrat appellierte zudem, „dass alle Maßnahmen, die zur Sicherheit der Gäste und Gastgeber in unserem Bundesland beitragen, bestmöglich mitgetragen werden, damit die Infektionszahlen wieder sinken und so eine Wintersaison in Oberösterreich ohne Reisewarnungen möglich wird“.

Skigebiete, Seilbahnen, der Oberösterreich Tourismus, Tourismusverbände, Gesundheitsbehörden, Skischulen, Hotellerie und Gastronomie hätten ein umfangreiches Maßnahmenpaket für höchstmögliche Sicherheit bei Gästen und Gastgebern ausgearbeitet, versicherten Achleitner und OÖ-Tourismus-Geschäftsführer Andreas Winkelhofer.

Die deutsche Reisewarnung gilt ab Samstag, jene der Niederlande seit Mittwoch. Wie sich der neuerliche Lockdown in Tschechien auf den oberösterreichischen Tourismus auswirken wird, ist noch unklar.

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Auf die tschechischen Urlauber entfallen etwa zwei- bis dreimal so viele Nächtigungen wie auf die Niederländer, sie machen damit einen einstelligen Prozentsatz der Nächtigungen in Oberösterreich aus.

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