Deutschland schließt teilweise Grenzen

Wegen des Coronavirus schließt Deutschland ab Montag weitgehend seine Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen, zuvor hatte die “Bild Zeitung” dies berichtet. Die teilweise Grenzschließung soll ab 08.00 Uhr gelten. Es soll sowohl verschärfte Kontrollen und auch Zurückweisungen geben.

Dem Vernehmen nach haben sich Kanzlerin Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder, Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), Saarlands Regierungschef Tobias Hans (CDU) und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) darauf verständigt. Der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten soll nach dpa-Informationen aber weiter gesichert bleiben.

Auch Pendler dürften den Plänen zufolge weiterhin die Grenzen passieren. Hintergrund ist nicht nur die Eindämmung des Coronavirus, sondern auch der Versuch, Hamsterkäufe von Ausländern zu unterbinden, die im grenznahen Raum bereits zu Versorgungsproblemen geführt haben, wie die “Bild-Zeitung” ebenfalls berichtete.

Von österreichischer Seite werden die Grenzen zwischen Vorarlberg und der Schweiz bzw. Liechtenstein ab Dienstag (17. März), 0.00 Uhr, nach dem Vorbild der Grenze zu Italien praktisch dicht gemacht. Einen Tag später – ab Mittwoch, 0.00 Uhr – werden die acht kleineren der insgesamt 14 Grenzübergänge geschlossen. Für Berufspendler bleiben die Grenzen ohne größere Einschränkungen passierbar.

Das erklärten am Sonntagabend Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner, Sicherheitslandesrat Christian Gantner (ÖVP) und Landespolizeidirektor Hans-Peter Ludescher. Staatsbürger aus der Schweiz, Liechtenstein und Italien dürfen ab Dienstag nur noch dann nach Österreich einreisen, wenn sie ein ärztliches Gesundheitszeugnis mitführen, das ihnen bescheinigt, nicht mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Das Attest darf dabei nicht älter als vier Tage sein. Für österreichische Staatsbürger bzw. Personen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz im Bundesgebiet bleibt die Einreise weiter möglich.

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