„Die Almwirtschaft garantiert den Erhalt unserer Naturjuwele“

Agrar-Landesrätin Langer-Weninger ersucht Wanderer, Verhaltensregeln im Umgang mit dem Weidevieh zu beachten

V. l.: Almhalter Christoph Loidl mit Sohn Jakob von der Schaumbergalm in der Gemeinde Rosenau im Gespräch mit Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger
V. l.: Almhalter Christoph Loidl mit Sohn Jakob von der Schaumbergalm in der Gemeinde Rosenau im Gespräch mit Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger © Land OÖ

Oberösterreichs 422 Almen erfreuen sich nicht nur bei Wanderern und Ausflüglern großer Beliebtheit. Mit einer Gesamtfläche von 36.500 Hektar sind sie auch Arbeitsplatz für mehr als 600 bäuerliche Betriebe.

Jeden Sommer bevölkern mehr als 4600 Rinder und 900 Schafe sowie etwa 80 Pferde und 50 Ziegen die Almen vor allem im Salzkammergut und in der Pyhrn-Priel-Region.

„Erst unsere Almbauern schaffen mit der Beweidung durch Nutztiere und dem Instandhalten der Almhütten, Wanderwege und Zäune diese wunderbare Kulturlandschaft. Durch die Almbewirtschaftung werden zudem Weideflächen offengehalten, das Grünland einer Verwertung zugeführt und Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten geschaffen“, schilderte Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger am Mittwoch im Zuge einer Wanderung auf die Schaumbergalm.

„Der Almverein und das Land OÖ laden dazu ein, die ‚Grünen Dächer‘ unseres Landes zu entdecken“, sagten Langer-Weninger und OÖ-Alm-Obmann Johann Feßl: „Aber es gibt ein paar Verhaltensregeln, die jeder kennen sollte. Diese sorgen für ein gutes Miteinander und einen für alle Seiten erfreulichen Almbesuch.“ Sie verwiesen auf den Folder „Miteinander auf Österreichs Almen“ (www.sichere-almen.at).

Die Kommunikation der Regeln habe bereits zu Verbesserungen geführt, am Ziel sei man aber erst, wenn die Alm-Regeln so publik wie die Schwimmregeln seien.

30 bis 60 Förderprojekte pro Jahr

Weil die Almen als Besuchermagnet einen Mehrwert für Tourismus-Betriebe, Lebensmittelproduzenten und auch Gemeinden haben, sei eine Förderung durch das Land gerechtfertigt. Jährlich setzt die Abteilung Ländliche Neuordnung 30 bis 60 Almförderungsprojekte um.

Dabei geht es um den Neubau- oder die Renovierung von Almwirtschaftsgebäuden in regionaltypischer Bauweise, die Wasser- und Energieversorgung auf Almen und die Neuschaffung von Almweideflächen durch Rodung und Wegebau.

Seit dem Jahr 2000 sind in OÖ im Zuge von Verfahren durch Rodungen mehr als 300 Hektar Almweideflächen entstanden. Im Gegenzug konnten in den vergangenen Jahren im Schnitt 550 Hektar pro Jahr an Waldflächen von Waldweiderechten entlastet werden. Das Land unterstützt die Maßnahmen mit rund 3000 Euro pro Hektar Landes- und co-finanzierten Fördermitteln.

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